1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. IW-Wohnindex: Kaufpreise steigen erneut – Mieten mit moderaterem Wachstum
Zeige Bild in Lightbox Skyline von Köln
Die Kaufpreise legen in nahezu allen Großstädten wieder zu – den stärksten Preiszuwachs verzeichnet Köln. (© Gettyimages/voyata)
Pressemitteilung 29. Juli 2025 Pekka Sagner / Michael Voigtländer

IW-Wohnindex: Kaufpreise steigen erneut – Mieten mit moderaterem Wachstum

Die Immobilienpreise in Deutschland sind im zweiten Quartal 2025 weiter gestiegen. Vor allem Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuerten sich erneut, wie der neue Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

Im zweiten Quartal 2025 zeigten sich nach einer Phase des Rückgangs der Preise wieder Preissteigerungen auf dem deutschen Markt für Wohneigentum. So kosteten Eigentumswohnungen im Schnitt zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vorquartal ergab sich ein Plus von 1,9 Prozent. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Ein- und Zweifamilienhäusern aus: Hier lag der Zuwachs zum Vorjahr bei drei Prozent, zum Vorquartal bei 1,2 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem auf stabilere Bauzinsen und positive Marktprognosen zurückzuführen.

Die Kaufpreise legten in nahezu allen Regionstypen und Großstädten wieder zu – teils moderat, teils spürbar: Den stärksten Preiszuwachs verzeichnete Köln mit +3,3 Prozent, gefolgt von Essen (+2,6 Prozent), Düsseldorf und Frankfurt (jeweils +2,1 Prozent), während Dortmund mit +0,3 Prozent nahezu stagnierte.

Mietmarkt bleibt angespannt

Auch für Mieter wurde es zuletzt teurer, jedoch erstmals seit drei Jahren moderater als bei den Kaufpreisen: Im Vergleich zum Vorquartal erhöhten sich die Neuvertragsmieten bundesweit um 0,8 Prozent. Regional ist das Bild gemischt: In Düsseldorf (+1,8 Prozent), Essen (+1,7 Prozent) und Frankfurt (+1,3 Prozent) sind die Mieten erneut spürbar gestiegen. Leipzig verzeichnete einen leichten Rückgang von –0,6 Prozent, Köln stagnierte nahezu (+0,1 Prozent).

Immobilien in Metropolen gewinnen wieder an Wert

„Der Immobilienmarkt tritt in eine neue Phase ein: Die Kaufpreise gingen nicht mehr flächendeckend zurück, stattdessen entwickelten sie sich regional unterschiedlich. Zentrale Lagen in Metropolen haben wieder an Wert gewonnen, während das Umland sich langsam erholt“, sagt IW-Immobilienexperte Pekka Sagner. Gleichzeitig bleiben die Mietmärkte angespannt – getrieben von Angebotsengpässen, demografischem Wandel und zurückhaltender Bautätigkeit.
 

Inhaltselement mit der ID 14717
PDF herunterladen
Pendeldistanzen und Immobilienpreisentwicklung
IW-Report Nr. 37 29. Juli 2025 Pekka Sagner / Michael Voigtländer

IW-Wohnindex Q2/2025: Pendeldistanzen und Immobilienpreisentwicklung

Pekka Sagner / Michael Voigtländer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
IW-Wohnindex Q3/2026: Zinsentwicklung bremst den Wohnungsmarkt erneut aus
IW-Report Nr. 44 23. Oktober 2026 Pekka Sagner / Michael Voigtländer

IW-Wohnindex Q3/2026: Zinsentwicklung bremst den Wohnungsmarkt erneut aus

Der IW-Wohnindex zeigt die Auswirkungen der jüngsten Zinsentwicklung auf den Wohnungsmarkt in Deutschland. Aufgrund der höheren Finanzierungskosten sinkt die Nachfrage nach Kaufobjekten, weshalb die Preise im Wesentlichen stagnieren.

Pekka Sagner / Michael Voigtländer IW

Artikel lesen
Welt TV 19. Oktober 2026 Michael Voigtländer bei Welt TV

Enteignungspläne in Berlin: „Wird Jahre dauern, bis man sich davon erholt“

IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer warnt im Interview bei Welt TV vor den Folgen geplanter Vergesellschaftungen in Berlin. „Wir werden die Wohnungsmarktprobleme einfach vergrößern.“

Michael Voigtländer bei Welt TV IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880