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Christoph Schröder IW-Nachricht 23. Dezember 2019

Kaufkraft: Klassische Weihnachtsgeschenke sind heute günstiger als früher

Eine Theaterkarte, ein neuer Fernseher oder eine kuschelige Wolldecke: Viele Produkte, für die man früher mehrere Tage lang arbeiten musste, sind heute bereits nach ein paar Stunden verdient, zeigt eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke geben die Deutschen durchschnittlich 475 Euro pro Kopf aus. Ein gutes Buch, ein neues Herrenhemd oder das neueste Smartphone:  Die Liste der Geschenke-Klassiker ist lang. Eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass die meisten erschwinglicher geworden sind: Obwohl Wolldecken ihren Preis seit 1960 vervierfacht haben, müssen wir heute durchschnittlich nur noch sechs Stunden für eine arbeiten – vor 60 Jahren waren es noch 19 Stunden. Der Grund: Der durchschnittliche Nettostundenlohn ist seit damals von 1,29 Euro auf heute 18,19 Euro gestiegen – und mit ihm die Kaufkraft. 

Der Fernseher als Luxusgut

Fernseher machen den Effekt der steigenden Kaufkraft am deutlichsten: 1960 musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 43 Tage für einen Schwarz-Weiß-Fernseher schuften – bei einem 8-Stunden-Arbeitstag. Heute ist ein moderner Flachbildfernseher schon nach einer Arbeitswoche verdient. Produkte, auf die der technische Fortschritt eine große Wirkung hat, werden immer günstiger. Anders sieht das etwa bei einem Diamanten aus. Sein Preis hängt stark vom aktuellen Marktwert der Edelsteine ab. 1991 musste man für einen Ring mit 0,15 Karat 34 Arbeitsstunden absolvieren - im vergangenen Jahr sogar noch fünf Stunden länger. 

Brettspiel-Klassiker mit stabilem Preis

Das seit Generationen bekannte Brettspiel „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ kostete im Jahr 1970 umgerechnet 2,32 Euro. Aus heutiger Sicht kein hoher Preis, aber vor 50 Jahren bedeutete das: 47 Minuten arbeiten. Mittlerweile kostet das Spiel zehn Euro mehr – die erforderliche Arbeitszeit aber ist mit 41 Minuten nahezu gleich geblieben.

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Rechnung basierend auf den Nettostundenlöhnen und Preisen der Jahre 1960, 1970, 1980, 1991, 2000, 2010 und 2018.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Institut der deutschen Wirtschaft

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