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Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer IW-Policy Paper Nr. 8 31. Mai 2016 Eine erste Bewertung makroprudenzieller Instrumente in der Immobilienfinanzierung

Die Bundesregierung plant aus Sorge vor einer Immobilienblase neue Regeln bei der Kreditvergabe. Doch am Ende könnten sie die Banken eher belasten als schützen.

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Eine erste Bewertung makroprudenzieller Instrumente in der Immobilienfinanzierung
Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer IW-Policy Paper Nr. 8 31. Mai 2016

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Die Bundesregierung plant aus Sorge vor einer Immobilienblase neue Regeln bei der Kreditvergabe. Doch am Ende könnten sie die Banken eher belasten als schützen.

Der Ausschuss für Finanzstabilität hat die Einführung makroprudenzieller Instrumente für die Immobilienfinanzierung vorgeschlagen. Darunter fallen Beschränkungen bei den Beleihungsausläufen, bei der Gesamtverschuldung, bei dem Zins-dienst sowie Anforderungen an die Tilgung. Diese Instrumente sollen Ausfälle bei Krediten verringern und einer Überhitzung des Immobilienmarktes entgegenwirken. Die Bundesregierung plant derzeit unter Berufung auf diese Vorschläge die Schaffung gesetzlicher Voraussetzung für die Einführung dieser Instrumente.

Anders als in vielen anderen Ländern folgt die Finanzierung in Deutschland aber eher dem Vorsichtsprinzip. Hohe Beleihungsausläufe weisen vor allem Haushalte mit höherem Einkommen auf, Haushalte mit geringeren Einkommen finanzieren eher konservativ. Vor allem werden die Schuldendienste im Verhältnis zum Ein-kommen eher moderat gewählt. Für Haushalte mit höheren Einkommen stellen die Einschränkungen einen schwerwiegenden Eingriff in die Vertragsfreiheit dar, der Effekt auf die Finanzstabilität bleibt hingegen eher unbestimmt aufgrund der geringen Risiken bei Haushalten mit wenig Einkommen.

Für Banken bedeuten die Einschränkungen eine Belastung, da Zinseinnahmen reduziert werden. Damit fällt der Eigenkapitalaufbau noch schwerer, was die Robustheit des Finanzsektors beeinträchtigt. Zudem sind die Wirkungen von Basel III noch nicht absehbar, geschweige denn die Wechselwirkungen mit den darin enthaltenen makroprudenziellen Instrumenten für Banken.

Für Deutschland zeigen sich keine makroprudenziellen Risiken. Die Verschuldung der Haushalte ist seit dem Jahr 2000 rückläufig und ein übermäßiges Wachstum von Krediten und Immobilienpreisen ist ebenfalls nicht zu beobachten. Insgesamt könnte die Kreditvergabe in Deutschland sogar ausgeweitet werden. Die makroprudenziellen Instrumente können damit kaum zur weiteren Erhöhung der Finanzstabilität beitragen, hingegen aber schädlich für Banken und Kreditnehmer wirken.

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Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer IW-Policy Paper Nr. 8 31. Mai 2016

Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer: Eine erste Bewertung makroprudenzieller Instrumente in der Immobilienfinanzierung

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