Lohnpolitik und Beschäftigung in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die Tarifparteien in Deutschland verfolgen seit Mitte der neunziger Jahre eine vergleichsweise moderate Lohnpolitik. Gleichwohl sind die tatsächlichen Bruttoentgelte in den letzten zehn Jahren weniger stark als die Tariflöhne angestiegen. Dies signalisiert, dass nicht alle Betriebe mit der Tariflohndynamik Schritt halten konnten. Die Tariflöhne nahmen allerdings stärker zu als die Produktivität. Je Stunde gerechnet, steht einem jahresdurchschnittlichen Zuwachs von 2,1 Prozent bei den Tariflöhnen ein Anstieg von 1,7 Prozent bei der Produktivität gegenüber. Auch die für die Beschäftigung relevanten Arbeitskosten wuchsen mit 1,9 Prozent pro Jahr stärker als die Produktivität. Eine empirische Analyse zeigt jedoch, dass eine Lohnzurückhaltung positive Effekte auf die Beschäftigung in Deutschland hat. Nimmt die Lohnzurückhaltung um 1 Prozentpunkt zu, steigen Erwerbstätigkeit und Arbeitsvolumen ein Jahr später um etwa 0,4 Prozent oder um 130.000 Personen. Eine mehrjährige Lohnzurückhaltung, bei der die Tariflohnvereinbarungen hinter dem Produktivitätswachstum zurückbleiben, würde demnach zu einer spürbaren Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen.
Lohnpolitik und Beschäftigung in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel
Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland demografisch bedingt bis zum Jahr 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent sinken.
IW
Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap
Ehrlichkeit senkt Transaktionskosten und ist damit eine Voraussetzung funktionierender wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Bisher wurden ehrliche Einstellungen und ehrliches Verhalten überwiegend getrennt untersucht.
IW