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IW-Report Nr. 8 27. März 2017 Susanna Kochskämper Alternde Bevölkerung: Herausforderung für die Gesetzliche Kranken- und für die soziale Pflegeversicherung

Insbesondere die Finanzierung der Rente stand in den vergangenen Monaten in der öffentlichen Diskussion. Dabei besteht auch im Bezug auf die umlagefinanzierte gesetzliche Kranken- und die soziale Pflegeversicherung dringender Handlungsbedarf, damit die Beitragssätze nicht in die Höhe schießen.

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Herausforderung für die Gesetzliche Kranken- und für die soziale Pflegeversicherung
IW-Report Nr. 8 27. März 2017 Susanna Kochskämper

Alternde Bevölkerung: Herausforderung für die Gesetzliche Kranken- und für die soziale Pflegeversicherung

Susanna Kochskämper Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Insbesondere die Finanzierung der Rente stand in den vergangenen Monaten in der öffentlichen Diskussion. Dabei besteht auch im Bezug auf die umlagefinanzierte gesetzliche Kranken- und die soziale Pflegeversicherung dringender Handlungsbedarf, damit die Beitragssätze nicht in die Höhe schießen.

In den letzten Monaten wurde insbesondere die langfristige Tragfähigkeit der Gesetzlichen Rente in Politik und Öffentlichkeit diskutiert. Dabei traten die anderen Sozialversicherungszweige in den Hintergrund. Insbesondere in der Gesetzlichen Kranken- und in der sozialen Pflegeversicherung sind jedoch Reformen ebenso dringend geboten. Denn auch sie sind vom demografischen Wandel langfristig betroffen. Zum einen steigen die durchschnittlichen Krankheits- und Pflegekosten mit zunehmendem Lebensalter an. Eine insgesamt ältere Bevölkerung verursacht daher Ausgabensteigerungen in beiden Versicherungszweigen – selbst wenn die Menschen in Zukunft gesünder wären, als sie es heute sind. Zum anderen werden die Beiträge einkommensabhängig erhoben. Da jedoch die Alterseinkommen im Durchschnitt unterhalb der Erwerbseinkommen liegen, sinkt das durchschnittliche beitragspflichtige Einkommen. Die umlagefinanzierten Systeme der Gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegeversicherung sind daher sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite vom demografischen Wandel betroffen. Ohne weitere Reformen ist daher auch für diese beiden Systeme mit Beitragssatzsteigerungen zu rechnen. Diese Entwicklung stellt der Politik daher zwei Aufgaben: Erstens ist sie gefordert, neue Ansätze und Wege für diese beiden Sozialversicherungszweige zu finden, sollen die Beitragssätze langfristig nicht aus dem Ruder laufen. Zweitens ist bei der Diskussion um einzelne Sozialversicherungszweige das gesamte Bild im Auge zu behalten: Werden für die Gesetzliche Rentenversicherung mittelfristige Beitragssatzerhöhungen diskutiert, so sollte nicht vergessen werden, dass selbige auch in der Gesetzlichen Kranken- und in der sozialen Pflegeversicherung drohen.

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Herausforderung für die Gesetzliche Kranken- und für die soziale Pflegeversicherung
IW-Report Nr. 8 27. März 2017 Susanna Kochskämper

Alternde Bevölkerung: Herausforderung für die Gesetzliche Kranken- und für die soziale Pflegeversicherung

Susanna Kochskämper Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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