Die Förderung der Erneuerbaren ist ein Grundpfeiler der Energiewende. Doch die Kosten steigen. Jahrelang waren die Fördersätze politisch vorgegeben. Seit dem Jahr 2017 wird die Höhe der Förderung für Erneuerbare durch Ausschreibungen bestimmt. Der Staat gibt die Ausschreibungsmenge vor, und damit eine garantierte Mindesteinspeisevergütung für die ersten 20 Jahre. Die günstigsten Gebote bekommen den Zuschlag – für jede Technologie separat.

Genehmigungsverfahren verhindern fairen Kostenvergleich

Der Vergleich der aktuellen Ausschreibungsergebnisse ist beeindruckend: Solarenergie auf Freiflächen braucht die geringsten Förderungen. In der aktuellen Ausschreibung im Februar 2019 lag die durchschnittlich benötigte Förderung bei 4,8 Cent pro Kilowattstunde. Das ist nur noch die Hälfte von dem, was zu Beginn des Jahres 2015 nötig war, und sogar niedriger als die durchschnittlichen monatlichen Strompreise am Großhandelsmarkt seit Juli 2018. Die benötigte Förderung von Windenergie liegt rund ein Drittel höher. Im Mittel betragen die Zuschlagswerte für die Einspeisevergütung in der Februar-Ausschreibung rund 6,1 Cent pro Kilowattstunde. Höher als 6,2 Cent pro Kilowattstunde durfte politisch vorgegeben auch nicht geboten werden. Einige Anlagen bekamen mit dem Höchstwert als Gebot sogar den Zuschlag. Insgesamt war die Ausschreibung für Wind an Land rund 30 Prozent unterzeichnet. Es wurde also weniger geboten als ausgeschrieben war.Der Kostenvorteil großer Solaranlagen gegenüber Windenergieanlagen auf dem Land wird auch durch den offenen Wettbewerb in gemeinsamen Ausschreibungen deutlich. Diese gemeinsamen Ausschreibungen fanden bisher zweimal statt: Im Frühling und Herbst 2018. Die Windenergie konnte sich jedoch mit keinem Gebot gegen Solaranlagen durchsetzen. Bezeichnend für den Vergleich der Technologien ist auch, dass in der Februar-Ausschreibung das teuerste bezuschlagte Gebot der Solaranlagen niedriger ist als das günstigste bezuschlagte Windenergieanlagengebot (maximal 5,18 Cent pro Kilowattstunde bei Solar gegenüber mindestens 5,24 Euro pro Kilowattstunde bei Wind).