Europäische Währungsunion und Lohnsenkungswettbewerb
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Mit der Europäischen Währungsunion ist die beschäftigungspolitische Verantwortung der Tarifparteien erheblich größer geworden. Denn die beschäftigungs- und wettbewerbsschädigenden Effekte überzogener Lohnabschlüsse können nicht mehr durch Wechselkurskorrekturen oder geldpolitische Alimentationen aufgefangen werden. In einigen Ländern des Euroraums haben die Tarifparteien hierauf durch eine stärkere Produktivitätsausrichtung ihrer Lohnabschlüsse reagiert. Die bisweilen heraufbeschworene Entwicklung eines Lohnsenkungswettbewerbs hat sich aber nicht eingestellt. Eine empirische Überprüfung zeigt, dass es weder in der Europäischen Union insgesamt noch im Euroraum eine anhaltende Tendenz einer verstärkten Lohnzurückhaltung gibt. Der Lohnbildungsprozess wurde demnach auch weniger durch die Entwicklung der Arbeitsmärkte als durch die verteilungspolitischen Ziele der Gewerkschaften bestimmt, die die Sicherung der Reallöhne in den Mittelpunkt stellen.
Europäische Währungsunion und Lohnsenkungswettbewerb
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel
Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland demografisch bedingt bis zum Jahr 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent sinken.
IW
Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap
Ehrlichkeit senkt Transaktionskosten und ist damit eine Voraussetzung funktionierender wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Bisher wurden ehrliche Einstellungen und ehrliches Verhalten überwiegend getrennt untersucht.
IW