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Gutachten 18. August 2026 Cornelius Bähr / Benjamin Kehl Exportposition Bayerns in der EU

Wertschöpfung und Beschäftigung in der Industrie tragen wesentlich zum Wohlstand in Bayern bei. Die Industrie hat im Freistaat eine größere Bedeutung als in Deutschland insgesamt und in vielen anderen Ländern weltweit.

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Exportposition Bayerns in der EU
Gutachten 18. August 2026 Cornelius Bähr / Benjamin Kehl

Exportposition Bayerns in der EU

Studie der IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. vbw

Cornelius Bähr / Benjamin Kehl Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Wertschöpfung und Beschäftigung in der Industrie tragen wesentlich zum Wohlstand in Bayern bei. Die Industrie hat im Freistaat eine größere Bedeutung als in Deutschland insgesamt und in vielen anderen Ländern weltweit.

Die Arbeitsplätze in der Industrie werden höher entlohnt als in der Wirtschaft insgesamt, und die regionale Verteilung der Industrie sorgt auch jenseits der Ballungszentren für eine gute Wirtschaftsstruktur und wohnortnahe Arbeitsplätze.

Die Exportquote der bayerischen Industrie – also der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz – liegt schon lange bei über 50 Prozent. Im Jahr 2025 erreichte sie mit über 58 Prozent einen neuen Höchststand. In einzelnen Branchen, wie z. B. im Automobilbau und in Teilen der Elektroindustrie, liegt die Exportquote sogar bei rund 75 Prozent.

Verschiedene Entwicklungen im internationalen Umfeld führen zu zunehmenden Herausforderungen für den bayerischen Außenhandel.

  • Die Corona-Pandemie löste weltweite Verwerfungen in den Logistik- und Wertschöpfungsketten aus. Der globale Warenhandel erholte sich zwar, erreichte aber nicht die gleiche Dynamik wie vor der Pandemie. Dieses Muster zeigt sich auch in den bayerischen Exportdaten.
  • Seit Beginn der zweiten Amtszeit der Trump-Administration behindern immer neue Ankündigungen von Zollerhöhungen sowie tatsächlich höhere Zolltarife und nicht-tarifäre Handelsbeschränkungen den globalen Außenhandel und die Exporte in die USA.
  • Chinas Offenheit für Importe nimmt ab, während sich die Konkurrenz auf Auslandsmärkten verschärft. Diese Entwicklung wird durch Subventionen und eine unterbewertete Währung unterstützt (Matthes, 2026).

Diese Trends spiegeln sich am aktuellen Rand in sinkenden Exporten in die USA und nach China wider.

Vor diesem Hintergrund gewinnt Europa als Handelspartner für Deutschland und Bayern an Bedeutung. Ohnehin sind die Länder der Europäischen Union insgesamt das wichtigste Exportziel der deutschen und bayerischen Wirtschaft. Im Jahr 2025 hatten 54 Prozent der bayerischen Exporte die Europäische Union zum Ziel. Zum Vergleich: Rund 11 Prozent der Exporte gingen in die USA, rund 6 Prozent nach China und rund 5 Prozent ins Vereinigte Königreich.
 

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Gutachten 18. August 2026 Cornelius Bähr / Benjamin Kehl

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Studie der IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. vbw

Cornelius Bähr / Benjamin Kehl Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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