Der „echte“ Lohnabstand zwischen erwerbstätigen Männern und Frauen betrug in Deutschland im Jahr 2008 knapp 13 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
Bei schneller Rückkehr sind es 4 Prozent
Das IW legt bei seinen Berechnungen jeweils vergleichbare Erwerbsbiografien für die Geschlechter zugrunde – also die Stundenlöhne von Männern und Frauen mit gleicher Qualifikation, der gleichen Berufserfahrung, dem gleichen beruflichen Status, gleichen Zeiten der Arbeitslosigkeit usw. Ein entscheidender Faktor für die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen sind Zeiten der Erwerbsunterbrechung, beispielsweise die Babypause. Je länger Frauen dem Arbeitsleben fernbleiben, desto größer ist der Lohnabstand bei ihrer Rückkehr. Frauen, die nach der Geburt eines Kindes innerhalb von anderthalb Jahren wieder in den Berufsalltag einsteigen, haben eine bereinigte Lohnlücke von nur 4 Prozent. Um kindbedingte Erwerbsunterbrechungen möglichst kurz zu halten, sind der weitere Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sowie die Ausweitung der Ganztagsangebote sinnvoll. Auch eine gleichmäßigere Aufteilung der familienbedingten Auszeiten zwischen Müttern und Vätern würde helfen, die Lohnlücke zu schließen.
Christina Anger, Jörg Schmidt
Gender Pay Gap: Gesamtwirtschaftliche Evidenz und regionale Unterschiede
IW-Trends 4/2010
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Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs kamen in Deutschland so wenige Kinder zur Welt wie 2025. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Seit 2015 gingen die Geburten in ostdeutschen Flächenländern deutlich stärker zurück als in Westdeutschland.
IW
Jeder sechste Auszubildende hat ausländische Staatsangehörigkeit
2025 hatten über 16 Prozent der Auszubildenden zwischen 15 und 34 Jahren eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ohne sie wäre die Zahl der Auszubildenden in Deutschland deutlich stärker gesunken, zeigt eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW