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IW-Nachricht 11. Februar 2015 Niedrigstes Niveau seit 1995

Energieverbrauch der EU sinkt

Der Energieverbrauch in den 28 Ländern der Europäischen Union ist auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren gesunken. Grund dürfte neben der Energiesparpolitik wohl auch die Wirtschaftskrise sein.

Die EU-Staaten verbrauchten 2013 nach Angaben von Eurostat 9,1 Prozent weniger Energie als im Spitzenjahr 2006, nämlich rund 1,666 Milliarden Tonnen Rohöleinheiten. Mit Rohöleinheiten als Rechengröße lassen sich alle möglichen Energieträger erfassen. Eine Einheit entspricht 11,63 Kilowattstunden, dem Brennwert einer Tonne Rohöl mit niedrigem Heizwert.

Wenn der Energieverbrauch sinkt, hat das meist mehrere Ursachen. Auch wenn sich Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum zunehmend entkoppeln – ein Großteil der derzeitigen Entwicklung in der EU ist auf die schwächelnde Konjunktur zurückzuführen. So ist der Energieverbrauch in Krisenstaaten wie Zypern, Spanien, Portugal oder Italien überdurchschnittlich stark gesunken, in Griechenland ist er sogar um fast ein Viertel eingebrochen.

Aber auch die politischen Bemühungen der EU, den Energieverbrauch langfristig zu reduzieren, zeigen Wirkung – die EU gibt den Staaten verpflichtende Einsparziele vor. Seit 2006 benötigen die europäischen Volkswirtschaften rund 11 Prozent weniger Energie, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt zu generieren. Gerade die osteuropäischen Staaten haben hier in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt.

Dass das Wetter bei der Entwicklung des Energieverbrauchs das Zünglein an der Waage sein kann, zeigen Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen: Demnach ist der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent gesunken. Grund dafür war der milde Winter, in dem weniger geheizt werden musste. Zieht man den Einfluss der Witterung ab, wäre der Energieverbrauch nur um 1 Prozent gesunken.

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