Wissenschaftspreis Bürokratie

Der mit 5.000 Euro dotierte „Wissenschaftspreis Bürokratie“ wird für wissenschaftlich fundierte Monografien und Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften vergeben.


Ausschreibung

Die Stiftung Wissenschaftspreis Bürokratie im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Institut der deutschen Wirtschaft schreiben zum vierten Mal den „Wissenschaftspreis Bürokratie“ für wissenschaftliche Forschung zur Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Der Preis soll die Wissenschaft anregen, sich mit der Arbeitsweise und der Entwicklungsdynamik von Bürokratien zu beschäftigen, auch mit der Wirkung von Bürokratien auf die Betroffenen und das Gemeinwesen.

Stifter dieses Preises ist Prof. Dr. habil. Fritz Hellwig, Gründungsdirektor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der Stifter verfolgte die Tendenz zur Erosion von Freiheits- und Gestaltungsspielräumen durch Bürokratien mit großer Sorge. Durch die „Überwucherung des Marktgeschehens mit Regulierungs- und Verwaltungsvorschriften“ sah er die Marktwirtschaft auf dem Weg zu einer „dezentralen Verwaltungswirtschaft“. Es war ihm daher wichtig, dass das Wirken von Bürokratien besser verstanden und ihren freiheitsgefährdenden Wirkungen besser entgegengewirkt werden kann.

Dieser Wissenschaftspreis wurde im Mai 2019 zum dritten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden zwei Arbeiten: eine Untersuchung befasst sich anhand von praktischen Fällen mit den Ursachen von Verwaltungsversagen, die andere mit den Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen in Bund und Ländern in der Migrations- und Integrationspolitik. Informationen zu den prämierten Arbeiten und zur Preisverleihung finden Sie unter: 3. Wissenschaftspreis Bürokratie.

Der mit 5.000 Euro dotierte „Wissenschaftspreis Bürokratie“ wird für wissenschaftlich fundierte Monografien und Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften vergeben, die in den vergangenen drei Jahren erschienen sein müssen. Sammelbände können nicht prämiert werden, wohl aber deren Einzelbeiträge. Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer unabhängigen Jury bestehend aus Prof. Martin Hellwig, Ph. D., Prof. Dr. Michael Hüther, Dr. Gabriele C. Klug, Prof. Dr. Wolfgang Seibel und Prof. Dr. Daniel Zimmer ausgewählt. Die Geschäftsführung wird vom Institut der deutschen Wirtschaft wahrgenommen.

Die Preisverleihung findet im Mai 2021 im Institut der deutschen Wirtschaft statt. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2020. Einzureichen sind jeweils drei Exemplare der Publikation, eine elektronische Version und ein maximal fünfseitiges Executive Summary, das die wesentlichen Inhalte der Studie zusammenfasst. Der ausgesetzte Preis ist teilbar. Das Eigentum an den eingereichten Unterlagen geht an die Geschäftsführung über. Die Urheberrechte bleiben unberührt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Interessenten wenden sich bitte an

Institut der deutschen Wirtschaft
Dr. Hubertus Bardt
Postfach 10 19 42
50459 Köln
E-Mail: wissenschaftspreis-buerokratie@iwkoeln.de

Eindrücke der Verleihung des Wissenschaftspreises 2019

  • Das Streichtrio „Kalliope” hat die Preisverleihung musikalisch begleitet.
  • IW-Direktor Michael Hüther begrüßt die Gäste und Preisträger.
  • Der ehemalige Bundestagspräsident und Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Norbert Lammert, hielt die Festrede.
  • Martin Hellwig, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, bei seiner Laudatio.
  • Hellwig lobte die Arbeiten der Wissenschaftler und präsentierte die Ergebnisse der Studien.
  • Die Gäste lauschen der Rede von Martin Hellwig.
  • Insgesamt waren neun Wissenschaftler an den beiden Forschungsprojekten beteiligt.
  • Die Preisträger Jörg Bogumil, Martin Burgi, Sabine Kuhlmann, Jonas Hafner, Moritz Heuberger und Christoph Krönke freuen sich über ihre Auszeichnung.
  • Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel hält eine Dankesrede. Seine Kollegen und er erforschten Verwaltungsdesaster.