Die Bewertung von Einkommensungleichheit und die damit einhergehenden Umverteilungspräferenzen spielen eine entscheidende Rolle für die Gestaltung von Steuer- und Transfersystemen. Deutschland und die Schweiz haben zwar eine sehr ähnliche Einkommensverteilung. Es herrschen jedoch sehr unterschiedliche Meinungen darüber vor, wie kritisch die Einkommensdifferenzen beurteilt werden. Dies ist wenig überraschend, da es im Ländervergleich nahezu keinen Zusammenhang zwischen der tatsächlichen Verteilung der Einkommen und der subjektiven Bewertung der Einkommensunterschiede gibt. Ein wesentlich besserer Erklärungsfaktor für die Bewertung der Verteilung ist die subjektive Einschätzung der Ungleichheit innerhalb einer Gesellschaft. Ebenso werden auch die Umverteilungspräferenzen nicht durch die tatsächliche Verteilung, sondern vorwiegend durch die wahrgenommene Ungleichheit beeinflusst.

Discussion Paper

Judith Niehues: Subjective Perceptions of Inequality and Redistributive Preferences: An International Comparison

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IW-Trends

Judith Niehues: Subjektive Ungleichheitswahrnehmung und Umverteilungspräferenzen – ein internationaler Vergleich

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Ansprechpartner

Einkommensverteilung
IW-Kurzbericht, Nr. 47 vom 5. August 2016

Kristin Fischer / Judith Niehues Der Blick auf die Markteinkommen führt in die IrreArrow

In der Ungleichheitsdebatte werden immer häufiger Parallelen zwischen Deutschland und den USA gezogen. Eine augenscheinliche Ähnlichkeit der Verteilung der Markteinkommen ergibt sich allerdings eher zufällig durch institutionelle Unterschiede in den staatlichen Sicherungssystemen. Die Verteilungen der Lohn- und Nettoeinkommen der beiden Länder unterscheiden sich massiv – so wie auch die Größe der Einkommensmittelschicht. mehr

Keine amerikanischen Verhältnisse
IW-Pressemitteilung, Nr. 52 vom 5. August 2016

Ungleichheit in Deutschland Keine amerikanischen VerhältnisseArrow

Bald sei die Ungleichheit in Deutschland so hoch wie in den USA, heißt es derzeit oft. Doch eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Wer tut, als herrschten hierzulande amerikanische Verhältnisse, ignoriert die Wirkungen des Sozialstaats auf die Einkommensverteilung. mehr

Warum Deutschland gerechter ist als sein Ruf
Gastbeitrag, 1. August 2016

Michael Hüther auf vorwaerts.de Warum Deutschland gerechter ist als sein RufArrow

Wir sollten das Schlechtreden des Wohlfahrtsstaates beenden. Die soziale Marktwirtschaft funktioniert, schreibt IW-Direktor Michael Hüther auf dem SPD-Portal vorwaerts.de. Was Deutschland dagegen fehle, seien Voraussetzungen für eine wirksame Leistungsgerechtigkeit. mehr