Die Bewertung von Einkommensungleichheit und die damit einhergehenden Umverteilungspräferenzen spielen eine entscheidende Rolle für die Gestaltung von Steuer- und Transfersystemen. Deutschland und die Schweiz haben zwar eine sehr ähnliche Einkommensverteilung. Es herrschen jedoch sehr unterschiedliche Meinungen darüber vor, wie kritisch die Einkommensdifferenzen beurteilt werden. Dies ist wenig überraschend, da es im Ländervergleich nahezu keinen Zusammenhang zwischen der tatsächlichen Verteilung der Einkommen und der subjektiven Bewertung der Einkommensunterschiede gibt. Ein wesentlich besserer Erklärungsfaktor für die Bewertung der Verteilung ist die subjektive Einschätzung der Ungleichheit innerhalb einer Gesellschaft. Ebenso werden auch die Umverteilungspräferenzen nicht durch die tatsächliche Verteilung, sondern vorwiegend durch die wahrgenommene Ungleichheit beeinflusst.

Discussion Paper

Judith Niehues: Subjective Perceptions of Inequality and Redistributive Preferences: An International Comparison

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IW-Trends

Judith Niehues: Subjektive Ungleichheitswahrnehmung und Umverteilungspräferenzen – ein internationaler Vergleich

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Christina Anger im Deutschlandfunk
Interview, 2. Juni 2016

Christina Anger im Deutschlandfunk Bildungsgerechtigkeit in Deutschland hat sich positiv entwickeltArrow

Es gibt mehr Bildungsaufsteiger als Bildungsabsteiger und der Einfluss des sozioökonomischen Hintergrunds auf die Bildungsergebnisse hat nachgelassen, sagt IW-Ökonomin Christina Anger im Deutschlandfunk. Positiv habe sich das Bachelorsystem ausgewirkt, denn durch kürzere Studienzeiten hätten auch Kinder aus bildungsfernen Schichten bessere Chancen. mehr