Die Bewertung von Einkommensungleichheit und die damit einhergehenden Umverteilungspräferenzen spielen eine entscheidende Rolle für die Gestaltung von Steuer- und Transfersystemen. Deutschland und die Schweiz haben zwar eine sehr ähnliche Einkommensverteilung. Es herrschen jedoch sehr unterschiedliche Meinungen darüber vor, wie kritisch die Einkommensdifferenzen beurteilt werden. Dies ist wenig überraschend, da es im Ländervergleich nahezu keinen Zusammenhang zwischen der tatsächlichen Verteilung der Einkommen und der subjektiven Bewertung der Einkommensunterschiede gibt. Ein wesentlich besserer Erklärungsfaktor für die Bewertung der Verteilung ist die subjektive Einschätzung der Ungleichheit innerhalb einer Gesellschaft. Ebenso werden auch die Umverteilungspräferenzen nicht durch die tatsächliche Verteilung, sondern vorwiegend durch die wahrgenommene Ungleichheit beeinflusst.

Discussion Paper

Judith Niehues: Subjective Perceptions of Inequality and Redistributive Preferences: An International Comparison

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IW-Trends

Judith Niehues: Subjektive Ungleichheitswahrnehmung und Umverteilungspräferenzen – ein internationaler Vergleich

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Interview, 8. September 2016

Michael Hüther und Gustav A. Horn auf Zeit Online "Es gibt kein Problem mit Altersarmut"Arrow

Ein großer Niedriglohnsektor und Abstiegsangst der Mittelschicht, gleichzeitig fast Vollbeschäftigung und hohes Wachstum: Wie gerecht ist Deutschland? Ein Streitgespräch zwischen IW-Direktor Michael Hüther und Gustav A. Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. mehr

Gerechtigkeit
IW-Pressemitteilung, 5. September 2016

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Die Reichen in Deutschland werden immer reicher, die Armen verlieren den Anschluss: Diese weitläufige Wahrnehmung hat wenig mit der wirtschaftlichen Realität zu tun, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einem Faktencheck. Denn die Ungleichheit der Einkommen und Vermögen hat in den vergangenen zehn Jahren nicht zugenommen – die Lohnungleichheit sinkt sogar. mehr