Ziel dieser Studie ist es zu überprüfen, welche Beschäftigungs- und Karrierepotenziale für Personen mit Fortbildungsabschluss offen stehen. Denn dieser Personenkreis stellt zunehmend einen kritischen Faktor bei der Fachkräftesicherung dar. Es wird die häufig öffentlich zu vernehmende Annahme einer grundsätzlichen Überlegenheit der akademischen Bildung kritisch hinterfragt. Dazu werden die Beschäftigungs-, Einkommens- und Karriereperspektiven von Personen mit Fortbildungsabschluss im Vergleich zu Akademikern untersucht. Auf dieser Basis wird empirisch fundiert analysiert, ob diese These einer differenzierten Betrachtung für verschiedene Fächergruppen und Berufsfelder sowie Abschlussarten standhält. Die vorliegende Studie widmet sich dieser differenzierten Analyse aus den folgenden zwei Perspektiven:

  • Aus Perspektive der Beschäftigten wurde auf Basis der repräsentativen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung deren Erwerbssituation betrachtet.
  • Aus Perspektive der Unternehmen wurden auf Basis einer eigens für diese Studie konzipierten repräsentativen Unternehmensbefragung im Rahmen des IW-Personalpanels die Beschäftigungssituation und die Karriereperspektiven analysiert.

Der besondere Ansatz dieser Studie ist, dass die Gruppen der Fortbildungsabsolventen und der Hochschulabsolventen unter anderem nach Fachbereichen, Berufsfeldern und Branchen differenziert betrachtet werden und somit Personen mit beruflichen Aus- und Fortbildungsabschlüssen mit ihren akademischen Äquivalenten, also mit Hochschulabsolventen im gleichen Bereich, verglichen werden können.

Studie für die DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH

Regina Flake / Dirk Werner / Michael Zibrowius: Karrierefaktor berufliche Fortbildung – Eine empirische Untersuchung der Einkommens- und Arbeitsmarktperspektiven von Fachkräften mit Fortbildungsabschluss im Vergleich zu Akademikern

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21. Juli 2016

Bildung Gebildete BundesbürgerArrow

Immer mehr Bundesbürger haben einen Fachschul- oder Hochschulabschluss, parallel dazu sinkt der Anteil der Geringqualifizierten. Dass sich Bildung lohnt, zeigen die Arbeitslosenquoten der jeweiligen Qualifikationsgruppen. mehr auf iwd.de

Fachkräfteengpässe in Unternehmen
Gutachten, 6. Juni 2016

Sebastian Bußmann / Susanne Seyda Fachkräfteengpässe in UnternehmenArrow

Im Gutachten für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie legen die IW-Ökonomen dar, wie Unternehmen durch Fortbildungen ihrer Mitarbeiter und das Nutzen von Digitalisierungspotentialen Fachkräfteengpässe entschärfen können. mehr

30. Mai 2016

Weiterbildung Prämien sind kein AllheilmittelArrow

Geringqualifizierte nehmen inzwischen zwar doppelt so häufig an Weiterbildungen teil wie noch zu Beginn des Jahrtausends. Zu Fachkräften oder Akademikern haben sie aber noch nicht aufgeschlossen. Der Gesetzgeber möchte daher finanzielle Anreize schaffen, damit sich Beschäftigte ohne Berufsausbildung stärker ins Zeug legen. Die Idee ist allerdings nicht ganz ausgegoren. mehr auf iwd.de