Natürlich verdient nicht jeder Deutsche so gut, dass er den Spitzensteuersatz von 47,5 Prozent (inklusive Soli) bezahlen muss. Und angesichts von rund 2,9 Millionen Arbeitslosen ist es zwar richtig, die außerordentlich gute Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes zu loben – aber es geht halt immer noch ein bisschen besser.

Trotzdem: Verglichen mit anderen Ländern schneidet die Bundesrepublik ziemlich gut ab. So haben nur rund 13 Prozent der Männer und Frauen im erwerbsfähigen Alter keinen höheren Schulabschluss oder keine Berufsausbildung vorzuweisen. Genau dieses hohe Bildungsniveau hat dazu beigetragen, dass der heimische Jobmotor seit Jahren auf Hochtouren läuft: Die Zahl der Beschäftigten hat sich seit dem Jahr 2000 um mehr als 10 Prozent auf rund 43 Millionen erhöht.

Rein rechnerisch erwirtschaftete jeder Bundesbürger im Jahr 2015 ein kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von gut 47.000 Dollar. Das ist zwar kein absoluter Spitzenwert, aber gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass aufgrund einer vergleichsweise kurzen tariflichen Jahresarbeitszeit und 41 Urlaubs- und Feiertagen pro Kalenderjahr am Standort Deutschland eher wenig gearbeitet wird.

Die abgebildeten Grafiken sind der Broschüre "Standort Deutschland 2016 – ein internationaler Vergleich" entnommen, die zum Preis von 5,20 Euro bezogen werden kann: iwmedien.de

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Unbesetzte Ausbildungsstellen
IW-Nachricht, 27. April 2016

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Viele Ausbildungsstellen in Deutschland bleiben unbesetzt. Während die Zahl der Studenten seit Jahren steigt, beginnen immer weniger Jugendliche eine Ausbildung – mit negativen Folgen für die Wirtschaft. Unternehmen müssen daher stärker für die Vorteile einer dualen Ausbildung werben und neue Zielgruppen erschließen. mehr

Auswirkungen des Zensus 2011
IW-Nachricht, 11. Juni 2013

Auswirkungen des Zensus 2011 Waren wir fleißiger als gedacht?Arrow

In Deutschland wurde neu gezählt: Laut Zensus ging die Zahl der Erwerbstätigen für das Jahr 2011 um über 1,1 Millionen auf knapp 40 Millionen zurück. Rein rechnerisch fiele das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem deshalb um etwa 1.800 Euro höher aus als bislang angenommen, je Einwohner immerhin noch um gut 600 Euro – letzteres entspräche in etwa der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung Kenias. Allerdings zieht der Zensus auch die Höhe des deutschen Bruttoinlandsprodukts in Zweifel. mehr