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9. Juni 2011
Globalisierung und Europa
Dem grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen, dem Austausch von Spar- und Investitionskapital – kurz: der internationalen Arbeitsteilung – verdankt die Weltbevölkerung einen großen Teil ihres Wohlstands. Deutschland ist besonders stark in die globalen Verflechtungen eingebunden. Deutsche Unternehmen konzentrieren sich an ihren angestammten Standorten häufig auf ihre Kernkompetenzen wie Forschung und Entwicklung und wickeln einfache Fertigungsprozesse im Ausland ab. Geringqualifizierte Menschen in den Industrieländern geraten daher durch die Globalisierung unter Druck, profitieren aber auch, weil viele Produkte günstiger angeboten werden können. Gewinner sind die Bevölkerungen in denjenigen Entwicklungs- und Schwellenländern mit offenen Märkten. Der Anteil der Menschen mit weniger als 1 Dollar Kaufkraft pro Tag hat sich seit Anfang der 1980er Jahre etwa halbiert.
Themen
Die Globalisierung findet auch politisch ihren Niederschlag: Staaten derselben Region schließen sich zu immer engeren Gemeinschaften zusammen und intensivieren den Handel untereinander. In der Europäischen Union etwa sichert der gemeinsame Binnenmarkt den Bürgern einen ansehnlichen Lebensstandard. Auch Deutschland nützt der freie Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital in der EU: Fast zwei Drittel der Exporte gehen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
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iwd 31. Januar 2013
Notenbanken: Die große Flut
Seit der Finanzkrise im Jahr 2007 hängt die Weltkonjunktur am Tropf der Zentralbanken. EZB, Fed und Co. überfluten die Märkte förmlich mit Liquidität. Das birgt nicht nur die Gefahr ausufernder Inflationsraten, sondern bringt die Weltwirtschaft auch in bedrohliche Abhängigkeit von billigem Geld. mehr
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IW-Nachrichten 16. April 2013
EU-Bankenregulierung: Beim Eigenkapital noch einiges nachzubessern
Damit Kreditinstitute in Zukunft nicht mehr mit viel Geld gerettet werden müssen, plant die EU, die Eigenkapitalvorschriften zu verschärfen. Mit zusätzlichen Kapitalpuffern kann sich die vorgeschriebene Eigenkapitalquote zudem von 8 auf bis zu 18 Prozent erhöhen. Heute Mittag will das EU-Parlament die neuen Regeln beschließen. Doch auch wenn sie in die richtige Richtung weisen, gilt es noch einiges nachzubessern – etwa bei der Risikogewichtung der Staatsanleihen. mehr
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IW-Nachrichten 8. April 2013
Japan: Geldpolitik in der Sackgasse
Die japanische Zentralbank hat angekündigt, innerhalb der nächsten zwei Jahre japanische Staatsanleihen für umgerechnet 787 Milliarden Euro vor allem von Banken zu kaufen. Die Banken, so der Plan, sollen ihre neu gewonnenen liquiden Mittel nutzen, um Kredite an Haushalte und Unternehmen zu vergeben, die dann wiederum mehr konsumieren und investieren. So soll die Inflationsrate steigen und die Gefahr einer Deflation abgewendet werden. Doch es ist fraglich, ob der Plan erfolgreich sein wird. Außerdem hätte er wohl verheerende Nebenwirkungen. mehr

