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Jochen Pimpertz

Ausgabentreiber in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Die Gesetzliche Krankenversicherung leidet an einem überproportionalen Ausgabenwachstum. Die Wachstumsrate der Ausgaben pro Kopf war seit 1991 jedes Jahr um durchschnittlich 1,3 Prozentpunkte höher als die der beitragspflichtigen Einkommen. Die zukünftige Entwicklung wird vor allem durch den demografischen Wandel und den medizinisch-technischen Fortschritt geprägt. Dabei spielen die veränderte Zusammensetzung und Schrumpfung der Versichertengemeinschaft die geringere Rolle. Dies lässt die realen Pro-Kopf-Ausgaben bis zum Jahr 2060 um rund ein Viertel steigen. Im Vergleich dazu sorgt der medizinisch-technische Fortschritt für einen 2,5- bis 2,8-fach höheren Anstieg – unveränderte, institutionell bedingte Fehlanreize vorausgesetzt. Dieser Ausgabentreiber lässt sich über Preistransparenz und Wettbewerb auf den Versicherungs- und Leistungsmärkten bremsen.

 

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IW-Nachrichten
22. September 2010
Gesundheitsreform: Therapie in der Warteschleife
Künftig sollen die gesetzlichen Kassen ihre Finanzlöcher mittels einkommensunabhängiger Zusatzprämien stopfen dürfen. Der Clou: Prämienunterschiede sorgen für mehr Wettbewerbsdruck und Effizienz. Die Crux: Die Versicherer sollen die Prämien verlangen dürfen, wenn ihre Ausgaben kräftig steigen. Genau das aber gilt es eigentlich zu vermeiden.
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Pressemitteilungen
Nr. 32 vom 28. Juni 2010
Gesundheitsprämie: Effizient, sozial ausgewogen und kostensenkend
Mit der Einführung einer Gesundheitsprämie würde der Bund um rund 4,5 Milliarden Euro gegenüber dem Status quo entlastet, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen. Um die derzeitigen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken, müsste die Gesundheitsprämie monatlich 250 Euro pro Kopf betragen.
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IW-Trends - Nr. 2 vom 21. April 2010
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Vierteljährliche Zeitschrift zur empirischen Wirtschaftsforschung.

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28.6.2010, Die Gesundheitsprämie