Die über 60-jährigen sind die weltweit am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe. Schon heute leben erstmals mehr Menschen über 60 auf der Erde als Kinder unter 5 Jahre. Deutschland ist dabei das „Altersheim“ unter den 27 OECD-Staaten – nirgends ist der Anteil der Jugendlichen geringer und der Anteil der Rentner höher. Gleichzeitig wird intensiv über den Fachkräftemangel unter anderem in der Pflege und die Grenzen des Wachstums diskutiert. Allerdings werden die Themen oft nicht zusammen betrachtet und die Zusammenhänge nicht gesehen. Dabei lassen sich diese Herausforderungen nicht isoliert bewältigen. Auf dem XXV. Wirtschaftsethischen Forum wurde über die Fakten, Zusammenhänge und integrierte Lösungsansätze gesprochen.

Wie viel Wachstum brauchen wir angesichts des demographischen Wandels? Wird es ein „anderes Wachstum“ als heute sein, oder überhaupt keines? Sind Soziale Dienstleistungen der Schlüssel zur Bewältigung der demographischen Herausforderungen und der Überwindung der Grenzen des Wachstums? Woher sollen die Fachkräfte für die professionelle Pflege kommen – und wer soll sie bezahlen? Welche Konsequenzen haben die Forderungen nach Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Alterung der Gesellschaft in der Praxis für Krankenkassen, Versicherer und Sozialdienstleister? Welche Lösungen werden von der Politik in die Wachstumsdebatte eingebracht?

Programm
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Präsentationen

Demographischer Wandel - Herausforderung und Reformchance für das Gesundheitssystem
Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement, AOK Nordost, Potsdam
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Demographischer Wandel und wirtschaftliche Entwicklung
Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
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Personenbezogene Dienstleistungen als Wachstumssektor – Pflege als Zukunftsmarkt?
V.-Prof. Dr. Dominik Enste, Kompetenzfeldleiter Institutionenökonomik, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
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Ansprechpartner

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr

Demografie
IW-Nachricht, 1. Februar 2017

Demografie Schrumpfen war gesternArrow

Die Rekordzuwanderung des Jahres 2015 und steigende Geburtenzahlen hellen die einst düsteren Demografie-Aussichten auf – derzeit wächst die deutsche Bevölkerung. Auch auf lange Sicht rechnet die Bundesregierung mit einer stabilen Bevölkerungszahl. Die politischen Herausforderungen werden aber nicht weniger. mehr