Die Unternehmen in Deutschland blicken angesichts der Finanzmarktkrise und ihrer realwirtschaftlichen Folgen überwiegend pessimistisch in das Jahr 2009. Dies ist das Fazit der aktuellen Befragung von mehr als 1.800 Unternehmen durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Danach gehen fast 37 Prozent der Firmen von einem Produktionsrückgang im kommenden Jahr aus, während gut 24 Prozent mit besseren Geschäften rechnen. Einen Lichtblick bietet die Investitionsgüterbranche, wo immerhin 28 Prozent einen Output-Zuwachs auf der Rechnung haben.

Ein Grund für die vorherrschende Skepsis dürfte der schwächere Außenhandel sein. Nahezu 26 Prozent der deutschen Betriebe erwarten für 2009 geringere Ausfuhren als im laufenden Jahr, nur 23 Prozent halten eine Zunahme für wahrscheinlich. Allein die ostdeutschen Betriebe sind in Sachen Exporttrend noch überwiegend zuversichtlich. Die insgesamt eingetrübten Perspektiven für das Auslandsgeschäft spiegeln sich auch in den Investitionsplänen wider: Für 2009 rechnen 34 Prozent der Unternehmen mit rückläufigen Investitionen in ihrem Betrieb – lediglich 23 Prozent werden voraussichtlich mehr investieren als 2008. In der Folge werden 2009 fast 35 Prozent der Betriebe wohl nicht umhin kommen, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu reduzieren. Dem stehen 19 Prozent Unternehmen gegenüber, die ihr Personal aufstocken wollen.

Pressemitteilung

IW-Konjunkturumfrage für 2009: Mehr als jede dritte Firma erwartet Produktionsminus
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Statement

IW-Direktor Michael Hüther: Ein differenzierter Blick auf die Krise: Im Abschwung – aber kein freier Fall!
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Tabellen

Tabellen und Grafiken zu den Konjunkturerwartungen der Unternehmen für das Jahr 2009
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Ansprechpartner

23. Mai 2017

Interview mit Peter Bofinger und Michael Grömling Wie sinnvoll ist aktive Konjunkturpolitik?Arrow

Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de

8. Mai 2017

Michael Grömling Konjunkturprognose: Beschäftigung erreicht neuen RekordArrow

Bereits seit 2013 wächst die deutsche Wirtschaft fast ununterbrochen – und das wird vorerst auch so bleiben. Zwar schwächt sich das Wachstum 2017 laut IW-Prognose ein bisschen ab, doch das hat vor allem statistische Gründe. Besonders erfreulich: In diesem und im nächsten Jahr werden insgesamt eine Million neue Arbeitsplätze entstehen und die Beschäftigung auf ein neues Rekordniveau hieven. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 8. Mai 2017

IW-Forschungsgruppe Konjunktur IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2017Arrow

Die deutsche Wirtschaft bleibt weiter auf Expansionskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2017 um gut 1 ½ Prozent und im Jahr 2018 um 1 ¾ Prozent zulegen. Dabei bremst in diesem Jahr die geringere Anzahl an Arbeitstagen die gesamtwirtschaftliche Leistung. mehr