Image

Die Integration von Geflüchteten stellt Deutschland vor eine große Herausforderung. Es gilt, diejenigen, die aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben können, möglichst schnell auszubilden und zu beschäftigen. Doch Unternehmen, Berufsschulen und Multiplikatoren sehen sich noch immer mit zahlreichen Hemmnissen konfrontiert – seien es fehlende Kontakte zu Geflüchteten, die Einschätzung ihrer Potenziale und Förderbedarfe, rechtliche Unsicherheiten oder auch mangelnde Unterstützung und Information über die sinnvolle Gestaltung von Qualifizierung, Sprachförderung und Beschäftigung und geeignete Fördermöglichkeiten.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und das Bundesinstitut für Berufsbildung wollen daher ihre bisherigen Forschungsergebnisse abgleichen und gemeinsam Ansatzpunkte für eine schnellere und nachhaltige Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung diskutieren. Welcher Forschungsbedarf besteht, wie sollten vorhandene Programme und Instrumente weiterentwickelt werden? Welche Lösungsansätze werden präferiert und welche Umsetzungspartner könnten die Situation verbessern helfen?

Eingeleitet durch kurze Impulsvorträge liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Diskussion von zentralen Kernthemen der Gestaltung der Zuwanderung und der Integration von Geflüchteten. Dabei werden die Potenziale der Berufsorientierung und der dualen Berufsausbildung thematisiert und entsprechende Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Integration von Flüchtlingen identifiziert. Ziel der Veranstaltung ist es, Ansatzpunkte zur Verbesserung vorhandener Wege zur Integration von Geflüchteten in die berufliche Qualifizierung zu diskutieren und neue Wege aufzuzeigen.

Programm

Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt – Erfahrungen, Forschungsbedarf und Lösungsansätze

IconDownload | PDF

Präsentationen

Dirk Werner / Sebastian Bußmann: Fachkräfteengpässe als Chance für die Ausbildung von Geflüchteten?

IconDownload | PDF

Regina Flake: Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der Integration von Flüchtlingen (KOFA)

IconDownload | PDF

Axel Plünnecke: Potenziale einer gesteuerten Zuwanderung

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

"Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt"
Interview, 24. März 2017

Dirk Werner im Südkurier „Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt”Arrow

Zwei Drittel der Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Flüchtlinge beschäftigt haben, wollen das auch in diesem Jahr wieder tun. Von den Unternehmen, die bislang keine Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben, will sich immerhin jedes vierte der Zielgruppe Flüchtlinge öffnen, erklärt IW-Ökonom Dirk Werner im Interview mit dem Südkurier. mehr

23. März 2017

Doppelinterview „Der Papierkram ist für die Unternehmen eine Zumutung“Arrow

Mithilfe von 150 Willkommenslotsen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der Flüchtlingsintegration. Birgit Barfuß ist eine dieser Lotsinnen. Auf ihren Job vorbereitet hat sie das KOFA-Team des IW Köln, zu dem Sarah Pierenkemper gehört. Im iwd-Interview berichten die beiden, welche organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Vermittlung von Flüchtlingen zu überwinden sind. mehr auf iwd.de

Flüchtlingsintegration
IW-Pressemitteilung, 20. März 2017

Flüchtlingsintegration Unternehmen sind stark engagiertArrow

Für die Integration der Flüchtlinge ist es besonders wichtig, dass sie einen Job finden. Dabei kommt den Unternehmen eine entscheidende Rolle zu. Viele Firmen haben bereits Flüchtlinge eingestellt, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik kann Förderangebote noch zielgerichteter einsetzen, um das Engagement von Unternehmen zu stärken. mehr