Wirtschaftswachstum meint die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts, also des Wertes aller in einem Jahr produzierten Waren und Dienstleistungen. Wirtschaftswachstum steigert die Einkommen der Menschen und damit deren Lebensstandard.

Für das Wirtschaftswachstum gibt es zwei Quellen: Zum einen können die Menschen mehr Arbeitskraft und Kapital einsetzen. Längere Arbeitszeiten etwa sind ein Weg, der gerade in einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft zielführend sein kann. Eine andere Möglichkeit ist es, die Effizienz zu steigern, also mit den eingesetzten Mitteln ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Dies ermöglicht vor allem der technische Fortschritt: Verbesserte Produktionsverfahren und neue Produkte treiben die wirtschaftliche Entwicklung. Dazu sind Investitionen in die “Köpfe” wichtig: in eine solide Schulausbildung, gute Universitäten und eine moderne betriebliche Weiterbildung. Ebenfalls notwendig sind beständige Investitionen in das Sachkapital, beispielsweise in neue Maschinen. Ob Anleger ihr Geld in Deutschland investieren und gut ausgestattete Arbeitsplätze schaffen, hängt aber auch von den Gewinnen ab, die sie hierzulande erwarten können. Um im Wettbewerb um das weltweit mobile Kapital bestehen zu können, muss Deutschland als Standort für Unternehmen attraktiv bleiben und günstige Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum schaffen.

Michael Grömling

Prof. Dr. Michael Grömling

Leiter der Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur

Tel0221 4981-776

Mailgroemling@iwkoeln.de

Zur Profilseite