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Der Föderalismus ist in Deutschland seit 1949 im Grundgesetz verankert. Als teilsouveräne Gliedstaaten verfügen die Bundesländer etwa in Fragen der Bildung, des Rundfunks und der Polizei über eigene Kompetenzen zur Gesetzgebung. Über den Bundesrat wirken die Länder zudem am politischen Entscheidungsprozess des Bundes mit. Der per Verfassung gesicherte Einfluss der Länder soll eine Machtkonzentration beim Zentralstaat vermeiden.

Die Autonomie der Länder gibt jedoch Anlass zur Diskussion. Strittig ist beispielsweise, ob die Dezentralisierung des Bildungssystems zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führt oder eine andere Organisationsform mehr Erfolg verspricht. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln bietet mit dem jährlich erscheinenden Bildungsmonitor eine wissenschaftliche Grundlage für diese Debatte. Die Studie vergleicht die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Bildungssysteme anhand von zahlreichen Indikatoren wie der Abbrecherquote und der Verfügbarkeit von Ganztagsschulen.

Auch in der Finanzpolitik stehen die föderalen Beziehungen auf dem Prüfstand. Insbesondere der Länderfinanzausgleich, der Steuermittel von finanzstarken zu finanzschwachen Bundesländern umverteilt, setzt leistungsfeindliche Anreize. Einige Länder könnten zudem trotz der Unterstützung die Vorgaben der Schuldenbremse verfehlen und auch über das Jahr 2020 hinaus neue Kredite benötigen. Das IW analysiert die Entwicklung der Länderhaushalte jährlich im Konsolidierungscheck.

Ansprechpartner

9. Oktober 2017

Agnes Millack Endspurt in NiedersachsenArrow

Deutschlands Superwahljahr befindet sich auf der Zielgeraden: Kurz nach der Bundestagswahl findet am 15. Oktober in Niedersachsen die fünfte und letzte Landtagswahl dieses Jahres statt. Mehr als sechs Millionen Niedersachsen werden dann – drei Monate früher als geplant – über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Hannover entscheiden. mehr auf iwd.de

Foto: Getty
IW-Report, 4. Oktober 2017

Tobias Hentze Nachtrag zum Haushaltsplan des Landes Nordrhein-WestfalenArrow

Das Nachtragshaushaltsgesetz 2017 der Landesregierung sieht Mehrausgaben vor, die sich aus den Ankündigungen im Wahlkampf ableiten. Insofern ist es besonders wichtig, in den nächsten Jahren auch auf strenge Haushaltsdisziplin und mittelfristige Konsolidierungsstrategien zu setzen. mehr

Tag der deutschen Einheit
IW-Nachricht, 29. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Tag der deutschen Einheit: Annäherung im SchleichgangArrow

Am 3. Oktober jährt sich der Beitritt der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik zum 27. Mal. Doch noch immer gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West – was nicht zuletzt auch in den Wahlergebnissen der AfD bei der Bundestagswahl gezeigt hat. Der „Aufbau Ost“ geht weiter, aber im Schleichgang. mehr