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Nicht nur die Ampeln, auch die Wirtschaftskraft unterscheidet sich nach wie vor zwischen Ost- und Westdeutschland. Foto: LordRunar/iStock

Nach dem Fall der Mauer vor 25 Jahren war das oberste Ziel, den Lebensstandard der Ostdeutschen an das Westniveau anzugleichen. Dazu flossen viele Milliarden Euro Aufbau-Hilfe in die neuen Bundesländer. Die Investitionen hoben nach der Wende das Pro-Kopf-Einkommen der neuen Bundesbürger deutlich an. Doch nach Abflauen der Sonderkonjunktur kam der Aufholprozess ins Stocken und fasste erst ab 2001 langsam wieder Tritt. Heute kommt der durchschnittliche Ostdeutsche auf gut zwei Drittel der westdeutschen Wirtschaftskraft.

Der bleibende Rückstand zeigt sich nirgends so deutlich wie bei den DAX-Konzernen: Kein einziges der 30 Unternehmen aus dem deutschen Aktienindex hat seinen Hauptsitz in Ostdeutschland. Immerhin sind mittlerweile viele Mittelständler in Ostdeutschland heimisch. Auch der Arbeitsmarkt steht heute besser da als noch vor einigen Jahren. Grund für diese Entwicklung sind allerdings nicht allein die wirtschaftlichen Erfolge, sondern auch, dass viele Ostdeutsche mangels Perspektiven ihr Land verlassen haben. Auch die Abwanderung mittlerweile gestoppt ist, wird sich der demografische Wandel in vielen ostdeutschen Regionen fortsetzen. Einzig attraktive Städte wie Leipzig, Dresden und Berlin haben gute Chancen, sich dem Trend zu widersetzen und auch künftig zu wachsen.

Ansprechpartner

9. Januar 2017

Konjunktur Ostdeutsche Wirtschaft hält mitArrow

Die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland hat in den vergangenen Jahren mit der im Westen Schritt gehalten. Das gilt voraussichtlich auch für 2017, wobei die Aussichten für beide Regionen verhalten sind. mehr auf iwd.de

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Ostdeutschland und das Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus Ostdeutschland weggezogen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr

IW-Kurzbericht, 6. Januar 2017

Wido Geis / Anja Katrin Orth Ostdeutschland: Weniger Frauen gehen, Männerüberschuss bleibt bestehenArrow

Die Wanderungsmuster haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. So verlassen seit dem Jahr 2008 mehr Männer den Osten Richtung Westen, während es bis dahin mehr Frauen waren. Dennoch herrscht in vielen Teilen Ostdeutschlands noch immer ein starker Männerüberschuss. mehr