Emissionshandel

Emissionshandel

Durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen soll die globale Erderwärmung bekämpft werden. In Europa ist der Emissionshandel das zentrale Instrument der Klimapolitik.

Für die Industrie und die Energiewirtschaft gilt eine jährlich sinkende Obergrenze für den CO2-Ausstoß. Die zulässigen Emissionen können in Form von Zertifikaten gehandelt werden. Ein Teil der Zertifikate wird dabei unentgeltlich an die Unternehmen verteilt, der Rest wird versteigert. Damit werden Investitionen in Maßnahmen zur Emissionsminderung angeregt. Unternehmen werden immer dann Emissionen vermeiden, wenn das für sie günstiger ist als der Zertifikatspreis, der sich durch Angebot und Nachfrage auf dem Zertifikatsmarkt ergibt. Durch diesen Mechanismus ist der Emissionshandel ein kosteneffizientes Instrument.

Allerdings wird rund die Hälfte der Emissionen in Europa bislang nicht vom Emissionshandel erfasst. Mittelfristig sollten alle Sektoren berücksichtigt werden. Zudem wäre es sinnvoll, auch die anderen Regionen der Welt in den Emissionshandel miteinzubeziehen, um Wettbewerbsnachteile für die europäischen Unternehmen auszugleichen und den CO2-Ausstoß weltweit effizient zu verringern.

Thilo Schaefer

Dr. Thilo Schaefer

Leiter des Kompetenzfelds Umwelt, Energie, Infrastruktur

Tel0221 4981-791

Mailthilo.schaefer@iwkoeln.de

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