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Nine to Five hat ausgedient: Flexible Arbeitszeiten werden immer wichtiger. Foto: allinvisuality/iStock

Das Arbeitszeitgesetz gibt vor, dass die werktägliche Arbeitszeit weniger als 8 Stunden betragen muss. Nur phasenweise kann diese auf 10 Stunden erhöht werden, wenn innerhalb von 6 Monaten ein Ausgleich erfolgt. Auch die Ruhezeiten sind gesetzlich geregelt: Nach Ende der Arbeit ist eine elfstündige Pause Pflicht. Entweder nehmen die starren Vorgaben Arbeitnehmern und Unternehmen die nötige Flexibilität oder sie führen zu stillschweigenden Regelverstößen.

Dabei wird es wegen der Digitalisierung und der globalen Vernetzung immer wichtiger, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Neue Erwerbsformen wie das Home Office erfordern ein hohes Maß an Autonomie über die Arbeitszeitgestaltung. Gelegentlich nachmittags die Arbeit ruhen zu lassen und dafür abends noch einmal zu arbeiten, liegt in der Regel im Interesse des Arbeitsnehmers.

Eine Lockerung des Gesetzes soll nicht den Weg ebnen für eine Verlängerung der Arbeitszeit. Vielmehr geht es darum, den Tarifpartnern größere Spielräume zu lassen, die Arbeitszeit nach den Erfordernissen im Betrieb, aber auch nach den Wünschen der Arbeitnehmer flexibel zu gestalten. Ein erster Schritt wäre es, die zulässige Höchstarbeitszeit für eine Woche statt für einen Tag festzulegen.

Ansprechpartner

Freiräume ausloten für mehr Arbeitszeitflexibilität
IW-Kurzbericht, 19. Oktober 2017

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Freiräume ausloten für mehr ArbeitszeitflexibilitätArrow

Arbeitszeitflexibilität ist ein wichtiges Merkmal attraktiver Arbeitgeber – besonders für die junge Generation, für die Arbeit und Freizeit nicht zwangsläufig räumlich und zeitlich strikt getrennte Lebensbereiche sind. Doch die Spielräume für Arbeitgeber sind begrenzt. mehr

Oliver Stettes auf AKTIV Online
Interview, 19. Oktober 2017

Oliver Stettes auf AKTIV Online Flexibilität hilft Betrieben und BeschäftigtenArrow

Warum sind so viele unterschiedliche Arbeitszeitmodelle entstanden und profitieren davon auch die Mitarbeiter? Interview mit Ökonom Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln in der Wirtschaftszeitung AKTIV. mehr

Gutachten, 4. Oktober 2017

Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Kosten und Nutzen lokaler FamilienzeitpolitikArrow

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können. mehr