Wettbewerbsfähigkeit

Wettbewerbsfähigkeit

Trotz der Aufholjagd vieler Schwellenländer konnte Deutschland seine starke Position auf den Weltmärkten zuletzt behaupten. Der Marktanteil an den Weltexporten beträgt heute – wie schon Anfang der 1990er Jahre – rund 9 Prozent.

Der Erfolg der deutschen Unternehmen ist vor allem auf die technisch hervorragenden Produkte, die Beherrschung komplexer Prozesse, die hohe Innovationsfähigkeit und die gute Vermarktung der angebotenen Leistungen zurückzuführen. Damit die Unternehmen auf den globalen Märkten bestehen können, sind sie aber auf attraktive Rahmenbedingungen an ihren Produktionsstandorten angewiesen – angefangen von einer gut ausgebauten öffentlichen Infrastruktur, über ein einfaches Steuersystem bis hin zu einer effizienten sozialen Sicherung.

Ein wichtiger Standortfaktoren sind auch die Arbeitskosten. Zwar haben sich die Lohnkosten in der deutschen Industrie in den vergangenen Jahren moderat entwickelt. Doch wegen des starken Anstiegs in der ersten Hälfte der 1990er Jahre gehört Deutschland nach wie vor zu den teuersten Standorten der Welt. Den Nachteil hoher Arbeitskosten kompensiert die deutsche Wirtschaft teilweise durch eine im Vergleich zu den ausländischen Wettbewerbern hohe Produktivität. Mit mehr Qualität und Innovation lassen sich höhere Preise rechtfertigen. Um so mehr ist ein Hochlohnstandort wie Deutschland darauf angewiesen seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, indem es Bildung, Wissenschaft und Forschung stärkt.

Jürgen Matthes

Jürgen Matthes

Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur

Tel0221 4981-754

Mailmatthes@iwkoeln.de

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Christoph Schröder

Christoph Schröder

Senior Researcher für Einkommenspolitik, Arbeitszeiten und -kosten

Tel0221 4981-773

Mailschroeder.christoph@iwkoeln.de

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