Freihandelsabkommen

Freihandelsabkommen

Freihandelsabkommen erleichtern es den beteiligten Ländern, Waren auszutauschen. In der Regel schaffen solche Abkommen Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.

NAFTA, EFTA und Mercosur: Wenn zwei oder mehr Länder ihren Warenhandel liberalisieren wollen, tun sie dies meist, indem sie Zölle, Importquoten und Exportbeschränkungen senken oder abschaffen. Außerdem lässt sich der Handel forcieren, indem die beteiligten Länder in bestimmten Bereichen die Produktstandards des Handelspartners anerkennen, so wie es beispielsweise im Rahmen des geplanten europäisch-amerikanischen Abkommen TTIP geplant ist. Die Verhandlungen führen in der Regel Vertreter der beteiligten Regierungen (im Fall der EU Vertreter der Kommission), und die Parlamente ratifizieren nach Abschluss der Verhandlungen das gesamte Vertragswerk.

Freihandelsabkommen sind ein erster Schritt zu mehr wirtschaftlicher Integration. Dadurch können die beteiligten Länder sich auf bestimmte Produktpaletten spezialisieren, und die Verbraucher bekommen in der Regel eine größere Warenvielfalt zu niedrigeren Preisen. Freihandelsabkommen können jedoch nicht beteiligten Ländern schaden, wenn deren Exportprodukte vom Markt verdrängt werden. Daher sind multilaterale Vereinbarungen vorzuziehen, bei denen Handelsbarrieren von einer großen Anzahl Länder, etwa im Rahmen der WTO, gesenkt oder abgeschafft werden.

Galina Kolev

Dr. Galina Kolev

Senior Economist für In- und Auslandskonjunktur

Tel0221 4981-774

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@galina_kolev

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