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Trotz der offensichtlichen Vorteile des Welthandels schotten sich viele Staaten ab. Foto: Gary Blakeley/Fotolia

Die Globalisierung, also vor allem das Wachstum des Welthandels, wäre nicht denkbar gewesen ohne den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens GATT und der Welthandelsorganisation WTO. Doch trotz der offensichtlichen Vorteile der internationalen Arbeitsteilung schotten sich viele Staaten weiterhin ab. Die Industrieländer wehren sich mit Handelsbarrieren und Subventionen gegen billige Agrarprodukte aus Entwicklungsländern und hindern diese Staaten so daran, ihren Lebensstandard zu heben. Viele Schwellenländer schützen umgekehrt ihre Industrien mit Zöllen und schotten ihre Dienstleistungsmärkte ab. Den ärmsten Ländern fehlen häufig die Möglichkeiten, sich in die Weltwirtschaft einzuklinken, weil es an einer verlässlichen Infrastruktur und einer wachstumsförderlichen Wirtschaftspolitik mangelt. Viele dieser Länder sind weiterhin auf Entwicklungshilfe angewiesen.

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20. Juli 2017

Galina Kolev / Jürgen Matthes Gefahr durch ProtektionismusArrow

Das Tempo der Globalisierung hat sich verlangsamt, vielerorts ist die Skepsis gestiegen – vor allem, weil nicht alle gleichermaßen von den Effekten des weltweiten Handels profitieren. Die Antwort darf aber nicht Protektionismus heißen. Vielmehr muss die Wirtschaftspolitik dafür sorgen, dass die derzeitigen Verlierer wieder Anschluss finden. mehr auf iwd.de

G20-Gipfel: Freihandel neu denken
IW-Nachricht, 6. Juli 2017

Jürgen Matthes G20-Gipfel: Freihandel neu denkenArrow

Die Handelspolitik wird im Mittelpunkt des G20-Gipfels in Hamburg stehen. Angesichts der Proteste gegen die Globalisierung brauchen moderne Freihandelsabkommen einen neuen Ansatz. Es geht vor allem darum, den Abbau von Handelsbarrieren demokratisch noch besser zu legitimieren. mehr