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Studentenwohnpreisindex

Die Mieten für Studentenwohnungen steigen rasant, wie der Studentenwohnpreisindex zeigt. Immer mehr Studenten konkurrieren mit anderen Bevölkerungsgruppen um kaum wachsenden Wohnraum in den Universitätsstädten.

Der Großteil der 2,8 Millionen Studenten in Deutschland ist auf günstigen Wohnraum angewiesen. Doch das Angebot an staatlich geförderten Wohnungen ist knapp, und auf dem klassischen Wohnungsmarkt konkurriert eine steigende Zahl an Studenten mit jungen Erwerbstätigen, Auszubildenden und Senioren, die zunehmend das Leben in der Stadt für sich entdecken. Zudem wird in den meisten Universitätsstädten zu wenig gebaut – und wenn doch, entstehen meist Luxuslofts und Einfamilienhäuser, aber kaum Studentenwohnungen.

In der Folge steigt die Wohnkostenbelastung rasant, zeigt der Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Deutschen Real Estate Funds (DREF) in Kooperation mit ImmobilienScout24. Der Index untersucht den Markt für studentisches Wohnen in 15 Groß- und Universitätsstädten seit dem Jahr 2010. Vor allem in Berlin, aber auch in Osnabrück, München und Stuttgart sind die Mieten zuletzt deutlich gestiegen. Weil weiterhin viele Menschen in die Großstädte ziehen und die Bautätigkeit nur gering ausgeweitet wurde, dürfte sich daran so schnell auch nichts ändern.

Björn Seipelt

Björn Seipelt

Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik

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Michael Voigtländer

Michael Voigtländer

Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte

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