Die Finanzmärkte sollen das Geld in die produktivste Verwendung lenken. Entsteht an einem Ort ein Finanzierungsengpass, steigen dort in der Regel die Zinsen und locken Kapital an.

Der freie Kapitalverkehr steigert den Wohlstand selbst derjenigen, die über kein Vermögen verfügen. Denn die mit geliehenem Geld finanzierten Maschinen und Anlagen machen Arbeit produktiver und steigern die Löhne. Um Kapital anzuziehen, muss die Politik günstige Investitionsbedingungen schaffen: die Infrastruktur ausbauen und die Bildung fördern. Damit Finanzmärkte funktionieren können, müssen zudem klare Regeln gelten. Finanzkrisen zeigen immer wieder, dass Märkte sonst verhängnisvolle Entwicklungen hervorbringen.

Die Zentralbanken spielen für die Finanzmärkte eine immer wichtigere Rolle. Die Notenbanker legen die Leitzinsen fest, haben zuletzt verstärkt Staatsanleihen gekauft und beaufsichtigen seit einiger Zeit auch die Finanzmärkte. Neben der Prüfung der Solvenz von großen Banken überwachen sie beispielsweise die Entwicklungen auf den Kredit- und Immobilienmärkten.

Markus Demary

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Senior Economist für Geldpolitik und Finanzmarktökonomik

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Jürgen Matthes

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Pekka Sagner

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Economist für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik

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