Erbschaftsteuer

Erbschaftsteuer

Die Erbschaftsteuer wird beim Übergang von Vermögen von einem Verstorbenen auf einen Hinterbliebenen erhoben. Um die Erben nicht zu überfordern, gelten Freibeträge und allmählich steigende Steuersätze.

Die Erbschaftsteuer berechnet sich aus dem Sachvermögen, zum Beispiel Häuser und Grundstücke, und dem Kapitalvermögen, etwa Sparbücher und Wertpapiere. Nahe Angehörige werden vom Gesetz begünstigt: Ehepartner dürfen bis 500.000 Euro steuerfrei erben, Kinder bis 400.000 Euro. Entfernte Verwandte verfügen dagegen nur über einen Freibetrag von 20.000 Euro. Bei allem darüber hinaus fordert das Finanzamt seinen mit der Vermögenshöhe steigenden Anteil.

Unternehmen können steuerfrei an die nächste Generation weitergegeben werden, wenn die Firma weniger als 26 Millionen Euro wert ist, der Betrieb mindestens sieben Jahre fortgeführt wird und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, müssen Erben bis zur Hälfte des vermachten Vermögens einsetzen, um die Forderung des Finanzamts zu erfüllen.

Die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer belaufen sich auf jährlich mehr als 7 Milliarden Euro und fließen an die Länder. Ein Reformvorschlag zur Vereinfachung der Erbschaftssteuer ist das sogenannte „Flat-Tax-Modell“, ein System mit einer breiten Bemessungsgrundlage bei einer vergleichsweise geringen Belastung. Ein Steuersatz von rund 8 Prozent wäre für den Fiskus schätzungsweise aufkommensneutral.

Martin Beznoska

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Economist für Finanz- und Steuerpolitik

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Tobias Hentze

Tobias Hentze

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