Steuerpolitik Image
Steuerpolitik Quelle: Joachim Lechner - Fotolia

Insgesamt zieht das Finanzamt von Bürgern und Unternehmen rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung oder mehr als 550 Milliarden Euro an Steuern ein. Bezieht man die Beiträge für die Sozialversicherungen mit ein, beläuft sich die Abgabenlast sogar auf fast 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Das vorrangige Ziel von Steuern ist es, Einnahmen für öffentliche Güter und andere Staatsaufgaben zu generieren. Darüber hinaus sollen Steuern auch das Verhalten der Bürger lenken. Die Ökosteuer soll Energie sparen, und Abzugsmöglichkeiten der Lohnsteuer das Handwerk fördern. Nicht zuletzt dienen Steuern auch Umverteilungszwecken. Die Einkommenssteuer belastet aufgrund ihrer progressiven Ausgestaltung Personen mit hohem Verdienst nicht nur absolut, sondern auch prozentual stärker als Einkommensschwache. Weil der Staat immer mehr Einnahmen braucht, gelten die hohen Steuertarife jedoch mittlerweile auch schon für mittlere Einkommen. Soll sich Leistung wieder stärker lohnen, muss dem Bürger daher mehr von seinem Lohn bleiben. Niedrigere Sätze sind auch für den Staat von Vorteil: Nimmt die Wirtschaftskraft zu, steigen auch die Steuereinnahmen.

Ansprechpartner

Die Steuerkonzepte von SPD und Union im Vergleich – Modellrechnungen für Singles, Paare und Familien
IW policy paper, 22. August 2017

Martin Beznoska Die Steuerkonzepte von SPD und Union im VergleichArrow

In den Wahlprogrammen für die Bundestagswahl 2017 haben sowohl Union als auch SPD Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben vorgesehen. Die vorliegende Studie vergleicht die Programme und widmet sich der Frage, welche Einkommensgruppen und Haushaltskonstellationen in welcher Form profitieren würden. mehr

IW-Kurzbericht, 20. August 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ehegattensplitting auf dem PrüfstandArrow

Das Ehegattensplitting taucht auch diesmal wieder in vielen Wahlprogrammen zur Bundestagswahl auf. Dies unterstreicht die Relevanz, die Politiker dieser Institution im Steuerrecht zuschreiben. Während die einen alles beim Alten belassen wollen, planen die anderen grundlegende Änderungen. Vor allem für die klassische Alleinverdiener-Ehe hätte das finanzielle Folgen. mehr

Gutachten
Gutachten, 17. Juli 2017

Tobias Hentze Szenarien für ein Ende des SolidaritätszuschlagsArrow

Der im Jahr 1991 erstmals eingeführte Solidaritätszuschlag sollte kurzfristige Mehrausgaben für den Golfkrieg und den Aufbau Ost finanzieren. Mehr als 26 Jahre später besteht der Solidaritätszuschlag allerdings immer noch. Mit Ablauf des Jahres 2019 entfällt für die Politik jedoch das letzte Argument, sich an die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag zu klammern. mehr