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Die Krankenversicherung finanziert auch kostspieligste Therapien. Foto: Silvia Jansen/iStock

In den vergangenen Jahrzehnten konnten die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen nur über höhere Beitragssätze mit den steigenden Ausgaben Schritt halten. Die alternde Bevölkerung und der medizinische Fortschritt werden die Gesundheitsausgaben künftig weiter in die Höhe treiben. Die Gründe für die ausufernden Kosten liegen auch im System: Für die Versicherten zahlt sich Kostenverantwortung bislang nicht aus, denn den persönlichen Beitrag beeinflusst sie nicht. Würde sich die das eigene Verhalten stärker im Portemonnaie der Patienten niederschlagen, hätten sie ein größeres Interesse, bei gleicher Leistung den günstigsten Anbieter zu wählen.

Deshalb sollten die Versicherungsbeiträge je nach Wahl der Leistungsanbieter unterschiedlich hoch ausfallen dürfen. Dazu sollte an die Stelle des derzeitigen einkommensabhängigen Krankenkassenbeitrags ein Versicherungsbeitrag treten. Für Einkommensschwache könnte der Versicherungsschutz über einen steuerfinanzierten Transfer sichergestellt werden.

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Nationale Hindernisse für eine grenzüberschreitende Patientenversorgung in der EU
IW policy paper, 27. März 2017

Susanna Kochskämper Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung bietet viele PotenzialeArrow

Warum wissen so wenige Patienten, dass sie sich auch im EU-Ausland medizinisch behandeln lassen dürfen – zu den gleichen Konditionen wie im Inland und ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung? Und warum wird diese Möglichkeit bisher so wenig genutzt, obwohl die nationalen Gesundheitssysteme davon profitieren könnten? mehr

Finanzierungslücke in der Kranken- und Pflegeversicherung
IW-Pressemitteilung, 27. März 2017

Kranken- und Pflegeversicherung Große Finanzierungslücke drohtArrow

Der demografische Wandel führt dazu, dass die Ausgaben der Kranken- und Pflegeversicherung in den nächsten Jahrzehnten steigen und die Einnahmen sinken werden. Bei gleichbleibendem Leistungsniveau ist deshalb langfristig mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragssätze zu rechnen, wie eine IW-Studie zeigt. mehr