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Die Kaufkraft gibt an, welche Gütermenge mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann. Foto: Dan Dalton/gettyimages

Die Kaufkraft gibt an, welche Menge an Gütern und Dienstleistungen mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann. Dafür wird zunächst das verfügbare Einkommen ermittelt, also das Bruttoeinkommen abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich Transfers wie Kindergeld und Renten. Wie viel das verfügbare Einkommen letztendlich wert ist, hängt vom Preisniveau ab: Inflation verringert die Kaufkraft bei gleich hohem Einkommen, Deflation erhöht die Kaufkraft.

Die Kaufkraft der Lohnminute betrachtet statt des verfügbaren Einkommens den Lohn pro gearbeiteter Zeit. Steigt der Nettostundenlohn schneller als die Inflation, kann man sich mit einer Minute Arbeit mehr leisten als früher. So musste man beispielsweise im Jahr 1960 für ein Kilo Zucker im Durchschnitt eine halbe Stunde arbeiten, während heute weniger als 5 Minuten reichen.

Die Preisniveaus unterscheiden sich nicht nur im Zeitverlauf, sondern auch regional. Die höheren Lebenshaltungskosten in den Großstädten führen dazu, dass dort gemessen an der Kaufkraft ein deutlich höherer Anteil der Einwohner armutsgefährdet ist als auf dem Land. Dennoch spielt die Kaufkraft in der Diskussion um die Einkommensarmut bisher kaum keine Rolle.

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