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Einkommensverteilung Quelle: Poles Fotolia

Im Gegensatz zu den Markteinkommen ist der Unterschied zwischen den Nettoeinkommen deshalb zuletzt nahezu konstant geblieben. Denn einerseits zahlt der Staat Sozialleistungen wie Kindergeld, Renten, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe. Und andererseits zwackt er Steuern und Sozialabgaben ab – je höher das Einkommen, desto mehr kassiert der Fiskus. Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher schultert dabei mehr als die Hälfte der Einkommenssteuerlast. Das untere Fünftel zahlt so gut wie gar keine Lohnsteuer, bezieht aber einen Großteil der staatlichen Transfers.

Immer mehr Umverteilung hat jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt. Die Leistungsbereiten werden sich kaum ins Zeug legen, wenn der Staat sie um den Lohn ihrer Arbeit bringt. Nur wenn harte Arbeit und ein Wissensvorsprung belohnt werden, entsteht ein Anreiz, in die eigene Bildung und die der Kinder zu investieren. Letztlich ist auch den Einkommensschwächeren gedient, wenn die Leistungsbereitschaft erhalten bleibt. In einer wachsenden Volkswirtschaft verbessern sich die Einkommensschwächsten auch dann, wenn ihr relativer Anteil am Erwirtschafteten schrumpft. Würgt man jedoch die Leistungsbereitschaft ab, ist der gesamte Wohlstandszuwachs geringer. Die Einkommensschwachen erhalten dann weniger als zuvor, obwohl ihr relativer Anteil steigt.

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16. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Die sechs wichtigsten Fragen zur Steuerlast der BundesbürgerArrow

Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 11. Mai 2017

Susanna Kochskämper auf n.tv.de Der falsche Fokus bei der AltersarmutArrow

Wenn von Armut in Deutschland die Rede ist, geht es oft um Rentner. Dabei hat sich deren Lage in den vergangenen Jahrzehnten verbessert. Die wirklichen Problemgruppen sind ganz andere. Ein Gastbeitrag von Susanna Kochskämper, Wissenschaftlerin im Kompetenzfeld Soziale Sicherungssysteme des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. mehr