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Von gut ausgebildeten Zuwanderern profitieren auch die Einheimischen. Foto: Juanmonino/iStock

In den vergangenen Jahren war die Zuwanderung nach Deutschland von zwei großen Strömen geprägt: zum einen der Zuzug aus anderen EU-Ländern im Rahmen der Arbeitnehmer- und Personenfreizügigkeit. Auf diesem Weg kamen viele gut ausgebildete Menschen ins Land, die schnell am deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten. Den zweiten Strom bildeten Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern in den Jahren 2015 und 2016. Bei der Integration dieser Zuwanderer in den Arbeitsmarkt steht Deutschland noch am Anfang. Eine große Herausforderung ist, dass viele Flüchtlinge nur ein niedriges Qualifikationsniveau mitbringen. Es wird einige Jahre dauern, bis auch sie einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können.

Da die Zahl wanderungsbereiter Personen aus der Europäischen Union künftig sinken dürfte, weil auch die Gesellschaften der anderen EU-Länder altern, sollte Deutschland die Fachkräftezuwanderung aus Nicht-EU-Ländern erleichtern. Wichtig wäre ein modernes Zuwanderungsrecht, das Klarheit über die Voraussetzungen für die Zuwanderung aus Drittstaaten schafft und auch jenen Personen den Zugang ermöglicht, die zwar noch kein konkretes Stellenangebot, aber mit ihrer Qualifikationen gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben. Zudem sollten die Qualifikationen der Zuwanderer leichter anerkannt werden, damit ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse nicht entwertet werden.

Ansprechpartner

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

10. Mai 2017

Christina Anger MINT macht’sArrow

Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de