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Von gut ausgebildeten Zuwanderern profitieren auch die Einheimischen. Foto: Juanmonino/iStock

In den vergangenen Jahren war die Zuwanderung nach Deutschland von zwei großen Strömen geprägt: zum einen der Zuzug aus anderen EU-Ländern im Rahmen der Arbeitnehmer- und Personenfreizügigkeit. Auf diesem Weg kamen viele gut ausgebildete Menschen ins Land, die schnell am deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten. Den zweiten Strom bildeten Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern in den Jahren 2015 und 2016. Bei der Integration dieser Zuwanderer in den Arbeitsmarkt steht Deutschland noch am Anfang. Eine große Herausforderung ist, dass viele Flüchtlinge nur ein niedriges Qualifikationsniveau mitbringen. Es wird einige Jahre dauern, bis auch sie einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können.

Da die Zahl wanderungsbereiter Personen aus der Europäischen Union künftig sinken dürfte, weil auch die Gesellschaften der anderen EU-Länder altern, sollte Deutschland die Fachkräftezuwanderung aus Nicht-EU-Ländern erleichtern. Wichtig wäre ein modernes Zuwanderungsrecht, das Klarheit über die Voraussetzungen für die Zuwanderung aus Drittstaaten schafft und auch jenen Personen den Zugang ermöglicht, die zwar noch kein konkretes Stellenangebot, aber mit ihrer Qualifikationen gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben. Zudem sollten die Qualifikationen der Zuwanderer leichter anerkannt werden, damit ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse nicht entwertet werden.

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Eckpunkte eines modernen Zuwanderungsrechts
IW policy paper, 17. November 2017

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Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsrecht. Einerseits ist das Land zunehmend auf gut ausgebildete Personen aus Drittstaaten angewiesen. Andererseits machen sich viele vorwiegend niedrigqualifizierte Personen ohne Dokumente auf den Weg nach Deutschland, was zu Wanderungsbewegungen führt, die besser gesteuert werden sollten. mehr

„Wir müssen uns aussuchen, wer kommen darf“
Interview, 30. Oktober 2017

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Viel scheint die vier Parteien der möglichen Jamaika-Koalition nicht zu einen. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, glaubt aber: Gerade FDP und Grüne könnten durchaus gemeinsame Projekte finden und die Union so vor sich hertreiben. mehr

18. Oktober 2017

Sarah Pierenkemper Weibliche Flüchtlinge gezielt integrieren Arrow

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de