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Familienpolitik Quelle: Tatyana Gladskih - Fotolia

Auf jede Frau kommen im Schnitt nur etwa 1,4 Geburten – zu wenig, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Gerade gut ausgebildete Frauen mit interessanten Jobs verzichten häufig auf Nachwuchs, weil sich Familie und Beruf hierzulande nur schwer vereinbaren lassen.

Mit einem besseren Angebot an Krippen, Kindergärten und Schulen könnten sich mehr Paare ihren Kinderwunsch erfüllen, ohne dass ein Partner für mehrere Jahre aus dem Berufsleben ausscheiden müsste. Der Staat müsste für Investitionen in die Betreuungsinfrastruktur zwar zunächst mehr Geld in die Hand nehmen, würde auf lange Sicht aber profitieren. Väter und Mütter, die arbeiten gehen, zahlen mehr Steuern und Sozialabgaben. Zudem steigt langfristig das Bildungsniveau der Bevölkerung, wenn Kinder bereits früh gefördert werden. Mit höheren Bildungsabschlüssen sind sie später weniger gefährdet, arbeitslos zu werden, und damit seltener auf staatliche Hilfe angewiesen.

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18. Mai 2017

Wido Geis Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer gut 293.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, ist das neue Investitionsprogramm des Bundes zur Kita-Finanzierung ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de

Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr