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Familienpolitik Quelle: Tatyana Gladskih - Fotolia

Auf jede Frau kommen im Schnitt nur etwa 1,4 Geburten – zu wenig, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Gerade gut ausgebildete Frauen mit interessanten Jobs verzichten häufig auf Nachwuchs, weil sich Familie und Beruf hierzulande nur schwer vereinbaren lassen.

Mit einem besseren Angebot an Krippen, Kindergärten und Schulen könnten sich mehr Paare ihren Kinderwunsch erfüllen, ohne dass ein Partner für mehrere Jahre aus dem Berufsleben ausscheiden müsste. Der Staat müsste für Investitionen in die Betreuungsinfrastruktur zwar zunächst mehr Geld in die Hand nehmen, würde auf lange Sicht aber profitieren. Väter und Mütter, die arbeiten gehen, zahlen mehr Steuern und Sozialabgaben. Zudem steigt langfristig das Bildungsniveau der Bevölkerung, wenn Kinder bereits früh gefördert werden. Mit höheren Bildungsabschlüssen sind sie später weniger gefährdet, arbeitslos zu werden, und damit seltener auf staatliche Hilfe angewiesen.

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Mütter kehren früher in den Job zurück
IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

Wido Geis Mütter kehren früher in den Job zurückArrow

Zwischen 2006 und 2014 ist der Anteil der Mütter, die im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiten, von 34,6 Prozent auf 42,8 Prozent gestiegen, während der Anteil der im ersten Lebensjahr arbeitenden Mütter von 22,5 Prozent auf 8,5 Prozent gesunken ist. Damit hat das Elterngeld sein Ziel erreicht. mehr

Mehr Kitaplätze? Ja, aber nicht zulasten der Qualität!
Gastbeitrag, 8. Juni 2017

Wido Geis auf xing.com Mehr Kitaplätze? Ja, aber nicht zulasten der Qualität!Arrow

Auch nach Inkrafttreten des gesetzlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung für Einjährige stehen Eltern oft ohne Kita-Platz da. Einer Studie zufolge fehlen 300.000 Plätze – und der Bedarf steigt weiter. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Wido Geis auf xing.com. mehr

7. Juni 2017

Kommentar von Ulrike Detmers „Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden“Arrow

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist zwar vorangekommen, aber noch lange nicht erreicht. Dieses Fazit zieht Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Im iwd-Kommentar benennt die BWL-Professorin fünf notwendige Prämissen, die Frauen den Weg ins Topmanagement ebnen. mehr auf iwd.de