Demografischer Wandel Image
Der demografische Wandel trifft Deutschland härter als die meisten anderen Länder. Foto: mediaphotos/iStock

Steht heute jedem unter 20-Jährigen ein über 65-Jähriger gegenüber, werden wahrscheinlich schon in wenigen Jahrzehnten zwei Senioren auf einen Jugendlichen kommen. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte bis Mitte des Jahrhunderts um einige Millionen Menschen sinken. Höhere Geburtenzahlen und der vermehrte Zuzug von Ausländern würden die demografische Entwicklung verlangsamen – stoppen lässt sie sich nicht.

In ländlichen Regionen schrumpft und altert die Bevölkerung besonders stark, was vor allem das Bereitstellen einer funktionierenden Infrastruktur erschwert. Auch am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen sorgt der demografische Wandel für Probleme. Die Politik ist daher gefordert, alles zu tun, um die Potenziale zusätzlicher Erwerbsbeteiligung zu nutzen. Eine bessere Kinderbetreuung würde Müttern eine schnelle Rückkehr in den Beruf erleichtern. Verkürzte Schul- und Studienzeiten ließen junge Leute schneller ins Arbeitsleben einsteigen. Zudem führt kein Weg daran vorbei, ältere Beschäftigte länger im Beruf zu halten.

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IW-Report
IW-Report, 15. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

Interview, 30. August 2017

Michael Hüther auf Focus Online Mit diesen Reformen bekommen wir dauerhaft VollbeschäftigungArrow

Ob Rente, Steuern oder Gesundheit: In Deutschland gibt es großen Reformbedarf. Focus Online hat führende Ökonomen gefragt, welche Probleme die Bundesregierung nach der Wahl anpacken muss. IW-Direktor Michael Hüther benennt die drängendsten Probleme und gibt Handlungsempfehlungen. mehr