Demografischer Wandel Image
Der demografische Wandel trifft Deutschland härter als die meisten anderen Länder. Foto: mediaphotos/iStock

Steht heute jedem unter 20-Jährigen ein über 65-Jähriger gegenüber, werden wahrscheinlich schon in wenigen Jahrzehnten zwei Senioren auf einen Jugendlichen kommen. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte bis Mitte des Jahrhunderts um einige Millionen Menschen sinken. Höhere Geburtenzahlen und der vermehrte Zuzug von Ausländern würden die demografische Entwicklung verlangsamen – stoppen lässt sie sich nicht.

In ländlichen Regionen schrumpft und altert die Bevölkerung besonders stark, was vor allem das Bereitstellen einer funktionierenden Infrastruktur erschwert. Auch am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen sorgt der demografische Wandel für Probleme. Die Politik ist daher gefordert, alles zu tun, um die Potenziale zusätzlicher Erwerbsbeteiligung zu nutzen. Eine bessere Kinderbetreuung würde Müttern eine schnelle Rückkehr in den Beruf erleichtern. Verkürzte Schul- und Studienzeiten ließen junge Leute schneller ins Arbeitsleben einsteigen. Zudem führt kein Weg daran vorbei, ältere Beschäftigte länger im Beruf zu halten.

Ansprechpartner

IW policy paper, 3. November 2017

Wido Geis Labour market potentials of the freedom of movement for workersArrow

The freedom of movement for workers is one of the core principles of the European Union and most Europeans have positive attitude towards it. 75 percent regard it as a good and only 9 percent as a bad thing. Nevertheless, the number of persons moving from one EU member country to another is still small. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr