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Fachkräfte Quelle: michaeljung - Fotolia

Einerseits hapert es am Nachwuchs, weil der demografische Wandel die Jahrgänge ausdünnt und Studienanfänger lieber andere Fächer wählen. Andererseits steigt der Bedarf an qualifiziertem Personal, weil die Unternehmen immer wissensintensiver arbeiten, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Der Fachkräftemangel hemmt Produktion und Entwicklung und kostet jährlich Milliardensummen.

Die Unternehmen locken die raren Bewerber mit hohen Löhnen und bilden verstärkt eigene Leute fort. Doch alleine kann die Wirtschaft den Mangel nicht beheben. Die Hochschulen müssen mehr Techniker ausbilden. Eine größere Bedeutung technischer Fächer an Schulen könnte zudem das Interesse gerade auch der Mädchen wecken. Nicht zuletzt müssen die Länder verstärkt in die Hochschulen investieren. Gegenwärtig brechen zu viele MINT-Studenten das Studium ab, weil die Bedingungen schlecht sind. All diese Maßnahmen sind teuer, würden sich aber auf lange Sicht auch für den Staat auszahlen, weil Absolventen dieser Studiengänge meist gute Steuerzahler sind.

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Ausländische MINT-Fachkräfte lindern Fachkräftemangel
Interview, 22. November 2017

Axel Plünnecke in Employland Ausländische MINT-Fachkräfte lindern FachkräftemangelArrow

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich hat ein neues Rekordhoch erreicht. Ohne die steigende Zahl der ausländischen Beschäftigten wäre er noch wesentlich höher. IW-Ökonom Axel Plünnecke erklärt im Interview mit dem Blog der Vermittlungsplattform Employland, wodurch das Beschäftigungswachstum ausländischer Arbeitnehmer im MINT-Bereich begünstigt wird. mehr

MINT-Herbstreport 2017
Gutachten, 16. November 2017

Christina Anger / Sarah Berger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2017Arrow

Erfolgreiche Innovationspolitik ist in erster Linie gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Fachkräftesicherungspolitik, konkret im Bereich der besonders innovationsrelevanten MINT-Qualifikationen. Hier hat die Arbeitskräftelücke einen neuen Allzeit-Höchststand erreicht und lag Ende September 2017 bei 290.900 Personen, 42,9 Prozent höher als im Vorjahr. mehr