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In den Tarifverhandlungen wird über die Arbeitsbedingungen gestritten – im Extremfall kommt es zum Streik. Foto: SilviaJansen/iStock

In den Tarifverhandlungen wird oft heftig über das Ausmaß der Lohnzuwächse gestritten – im Extremfall kommt es zum Streik. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Tarifpartner die Löhne häufig stärker erhöht, als es der Produktivitätszuwachs erlaubt hätte. Erst in der jüngeren Vergangenheit betrieben sie eine maßvolle Tarifpolitik, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen wieder verbesserte und zu einem beispiellosen Beschäftigungsaufbau führte. Neu auftretende Spartengewerkschaften gefährden jedoch zunehmend die moderate Tarifpolitik, weil sie untereinander in scharfem Wettbewerb stehen und mit hohen Lohnabschlüssen um Mitglieder werben.

Die rückläufige Tarifbindung hat die Politik dazu veranlasst, in die Tarifautonomie einzugreifen und für immer mehr Branchen Mindestlöhne festzulegen. Diese sollen Geringqualifizierten ein auskömmliches Einkommen sichern. Doch die Rechnung geht nicht auf: Kann ein Arbeitnehmer den Mindestlohn nicht erwirtschaften, droht der Arbeitsplatz wegzufallen. Der Mindestlohn ist der falsche Weg, weil er in erster Linie die Arbeitsplätze Geringqualifizierter gefährdet – ausgerechnet jene Gruppe, die es aufgrund der Globalisierung und des technischem Fortschritts auf dem Arbeitsmarkt ohnehin schwer hat. Wenn das Arbeitseinkommen nicht ausreicht, um das soziokulturelle Existenzminimum zu sichern, sollte der Staat das Einkommen aufstocken.

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9. August 2017

Klaus-Heiner Röhl Bürokratie in Deutschland: Die KostenkrakeArrow

Die bürokratischen Belastungen, die die Unternehmen aufgrund von Bundesgesetzen stemmen müssen, sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Zuletzt kam der Fortschritt in Sachen Bürokratieabbau allerdings nur noch schleppend voran, was angesichts der Flut von neuen Verordnungen kaum verwundert – schließlich verabschiedete allein der Bundestag 2016 annähernd 150 neue Gesetze. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 8. August 2017

Arndt Günter Kirchhoff in der Rheinischen Post Moderne Arbeitszeit nicht mit BrechstangeArrow

Die Arbeitszeit muss bei aller Rücksicht auf Mitarbeiterinteressen auch dem Bedarf der Betriebe in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt genügen. Die Zeit bis zu den Tarifgesprächen Ende 2017 sollte intensiv für sozialpartnerschaftliche Verhandlungen genutzt werden, schreibt IW-Präsident Arndt Günter Kirchhoff in einem Gastbeitrag in der Rheinischen Post. mehr