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Die Lohnstückkosten sind in der deutschen Industrie durchschnittlich rund 10 Prozent höher als bei der ausländischen Konkurrenz. Foto: andresr/iStock

Die Lohnstückkosten und ihre Entwicklung sind ein wichtiger Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Eine steigende Produktivität führt zu sinkenden Lohnstückkosten, steigende Löhne dagegen zu steigenden Lohnstückkosten. Niedrige Lohnstückkosten signalisieren eine ausgeprägte Wettbewerbsfähigkeit – sei es auf Grundlage einer hohen Produktivität oder relativ niedriger Löhne. Oft werden nennenswerte Unterschiede auf der einen Seite durch ähnlich große Unterschiede auf der anderen Seite ausgeglichen. Das heißt: Länder mit hohen Arbeitskosten arbeiten in der Regel auch sehr produktiv, während in Niedriglohnländern meist auch die Produktivität gering ist.

In Deutschland ist insbesondere die Industrie deutlich produktiver als die ausländische Konkurrenz. Der Vorsprung reicht allerdings nicht aus, um den Nachteil der hohen Arbeitskosten vollständig auszugleichen. Unter dem Strich sind die Lohnstückkosten in Deutschland durchschnittlich rund 10 Prozent höher als bei der Konkurrenz.

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