Atypische Beschäftigung Image
Atypische Beschäftigung contrastwerkstatt - Fotolia

Die Zahl der atypisch Beschäftigten hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen – vor allem, weil viele Frauen eine Teilzeitstelle antraten. Dementsprechend ist der Anteil der regulären Stellen an allen Arbeitsplätzen auf rund die Hälfte gesunken. Die absolute Zahl der Vollzeitjobs ist aber nahezu konstant geblieben. Die atypischen Beschäftigungsverhältnisse sind also zusätzlich entstanden und haben die regulären Arbeitsplätze nicht verdrängt. Ganz überwiegend speist sich die atypische Beschäftigung aus der Arbeitslosigkeit und der stillen Reserve. Millionen Menschen fanden auf diese Weise den Einstieg in Arbeit.

Zu Unrecht gilt auch die Zeitarbeit als atypische Erwerbsform. Zeitarbeitnehmer sind vollwertige Arbeitnehmer, überwiegend sozialversicherungspflichtig, unbefristet vollzeitbeschäftigt, und sie genießen den gleichen Kündigungsschutz wie Arbeitnehmer in anderen Branchen.

Ansprechpartner

Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen
IW-Kurzbericht, 7. September 2017

Oliver Stettes Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen Arrow

Ein spürbarer Wachstumsimpuls der Digitalisierung auf die Verbreitung flexibler Beschäftigungsformen ist nicht zu erwarten. Arbeiten in einem Umfeld 4.0 ist sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union insgesamt unabhängig davon, ob der eigene Arbeitsvertrag befristet ist oder mit einem Zeitarbeitsunternehmen geschlossen wurde. mehr