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An vielen Langzeitarbeitslosen gingen die Arbeitsmarkterfolge der vergangenen Jahren vorbei. Foto: Karl-Friedrich Hohl/iStock

Die Zahl der Arbeitslosen sank von 5 auf unter 3 Millionen Menschen. Doch an vielen Langzeitarbeitslosen gingen die Arbeitsmarkterfolge vorbei. Diese Menschen verfügen oft nicht über die erforderlichen Qualifikation oder haben ihre Fertigkeiten im Laufe der Arbeitslosigkeit verloren. Zudem lassen sich einfache Tätigkeiten leicht durch Maschinen ersetzen oder in Länder mit geringeren Lohnkosten verlagern. Nicht zuletzt ist der Abstand zwischen dem, was ein Geringqualifizierter verdienen kann, und den Transferleistungen, die ihm zustehen, in der Regel sehr gering. Somit ist der Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen, mitunter nicht groß genug.

Auch gesetzliche Vorschriften stehen einer höheren Beschäftigung im Weg. Der Kündigungsschutz beispielsweise veranlasst die Unternehmen in Krisenzeiten zwar, Arbeitnehmer zu halten. Dafür stellen die Firmen aber in guten Zeiten nur zögerlich neue Kräfte ein.

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Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de

AfD-Wähler in NRW
IW-Kurzbericht, 1. August 2017

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Judith Niehues NRW-Wahl: Nur wenige AfD-Wähler arbeitslosArrow

Obwohl die Bedingungen für einen Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl am 13. Mai 2017 günstig waren, fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Besonders gut schnitt die AfD in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen des Ruhrgebiets mit hoher Arbeitslosigkeit ab. Arbeitslose selbst jedoch stellen nur eine kleine Gruppe des AfD-Elektorats, das sich hauptsächlich aus Angestellten und Arbeitern zusammensetzt. mehr