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Arbeitskosten Quelle: leroy131 - Fotolia

Nicht der Bruttolohn ist für Unternehmen entscheidend, sondern die gesamten durch Beschäftigung verursachten Kosten. Darin enthalten sind zum Beispiel die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung sowie tarifliche Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

In kaum einem anderen Land der Welt ist der Abgabenkeil – das ist die Differenz zwischen dem, was der Arbeitgeber an Kosten hat und dem Lohn, den der Arbeitnehmer erhält – so groß wie in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Arbeitskosten fließt in die Staatskasse, denn auch der Arbeitnehmer zahlt Sozialversicherungsbeiträge und muss Lohnsteuer entrichten.

Die Konsequenz: Die Unternehmen verlagern Produktionsstätten ins günstigere Ausland und ersetzen einfache Arbeit durch Maschinen. Mit einer Senkung der Steuer- und Abgabenlast ließen sich gleich zwei Ziele erreichen: Unternehmen würden mehr Arbeitsplätze schaffen, weil sie sich für sie rechnen, und den Arbeitnehmern bliebe netto mehr vom Brutto.

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9. August 2017

Klaus-Heiner Röhl Bürokratie in Deutschland: Die KostenkrakeArrow

Die bürokratischen Belastungen, die die Unternehmen aufgrund von Bundesgesetzen stemmen müssen, sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Zuletzt kam der Fortschritt in Sachen Bürokratieabbau allerdings nur noch schleppend voran, was angesichts der Flut von neuen Verordnungen kaum verwundert – schließlich verabschiedete allein der Bundestag 2016 annähernd 150 neue Gesetze. mehr auf iwd.de

2. Juni 2017

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Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 sind in vielen Branchen die Tariflöhne verdrängt und die Lohnabstände zwischen gelernten und ungelernten Tätigkeiten verringert worden. Das könnte die Tarifbindung schwächen. mehr auf iwd.de

IW-Report
IW-Report, 22. Mai 2017

Hagen Lesch Mindestlohn und TarifgeschehenArrow

Seit Anfang 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Um die Auswirkungen auf das Tarifgeschehen zu untersuchen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Experten aus acht Branchen befragt, die unmittelbar vom Mindestlohn betroffen sind. mehr