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Demografie | K

3.0

Demografie

Der demografische Wandel wird in den kommenden zehn bis 20 Jahren zu einem erheblichen Rückgang des Fachkräfteangebots in Deutschland führen. Grundsätzlich können die dämpfenden Wirkungen dieser Engpässe auf die Wachstumsdynamik in Deutschland durch eine Stärkung der Arbeitsproduktivität und damit der Totalen Faktorproduktivität ausgeglichen werden. Dafür wären jedoch zusätzliche Innovationsimpulse notwendig.

Innovationen hängen neben den Forschungs­ausgaben und Neugründungen von der Verfüg­barkeit vor allem von Fachkräften im MINT-Bereich ab (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Für diese ist mit steigenden demografischen Ersatzbedarfen zu rechnen. Das bedeutet, dass ein für zusätzliche Inno­vations­impulse notwendiges höheres Angebot an MINT-Kräften nicht in ausreichendem Maße zu erwar­ten ist. 

Bereits in der Vergangenheit war die Fachkräfteexpansion in innovations- und exportstarken Branchen nur möglich, weil die Potenziale von Älteren, Frauen und Zuwanderern stärker genutzt werden konnten. Die große Bedeutung der Zuwanderung zeigt sich dabei auch in einem stark ansteigenden Anteil der Erfinderinnen und Erfinder mit ausländischen Wurzeln an allen Patentanmeldungen in Deutschland.

FACHKRÄFTESICHERUNG ZÄHLT FÜR DEUTSCHE UNTERNEHMEN ZU DEN TOP-THEMEN DER NÄCHSTEN JAHRE.

In über zwei Dritteln der befragten Unternehmen hat die Fachkräftesicherung in den kommenden fünf Jahren einen eher großen oder sehr großen Stellenwert für die Sicherung ihres Geschäftsmodells. Um die Veränderungsprozesse erfolgreich bewältigen zu können, setzen die befragten Unternehmen auf zusätzliche Investitionen des Staates in Bildung, höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) und die Gewinnung qualifizierter Zuwanderer. Während höhere FuE-Ausgaben und mehr qualifizierte Zuwanderung eher für Unternehmen mit Fachkräfteengpässen von hoher Bedeutung sind, sind Maßnahmen zur Stärkung von Bildung und Forschung auch für Unternehmen sehr wichtig, die große Herausforderungen im Klimaschutz, in der Digitalisierung und im globalen Wettbewerb sehen. 

Bei Bildung, Zuwanderung und Forschung schafft die Corona-Krise neue Probleme: Schulschließungen verschlechtern die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Der Übergang zur beruflichen Bildung und der Abschluss des Studiums werden erschwert. Die in den letzten Jahren gestiegene qualifizierte Zuwanderung ist während der Corona-Krise zurückgegangen. Ferner verschiebt ein Teil der Unternehmen Innovationsprojekte oder kürzt geplante Budgets für Forschung und Entwicklung.