Wachstum und Wirtschaftspolitik in historischer Perspektive
Trendvariation oder Säkulare Stagnation?
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wachstum und Wirtschaftspolitik in historischer Perspektive
Die internationale Wachstumsdebatte befindet sich immer noch unter dem Einfluss der Finanzkrise, weil sich in den Industriestaaten die Wachstumsraten nicht wie erwartet wieder erholt haben. Die verschiedenen Erklärungsansätze lassen sich in Angebots- und Nachfrageansätze unterscheiden. Die Vertreter der Nachfrageseite fordern ein radikales Umdenken makroökonomischer Politik, insbesondere eine Abkehr von dem Bestreben, die öffentlichen Haushalte mittelfristig tragfähig zu gestalten. Sie beziehen ihre Motivation vor allem aus dem extrapolierten Wachstumstrend vor dem Einsetzen der Finanzkrise. Dieser Text unterzieht diese Hauptmotivation der nachfrageseitigen Ansätze einer kritischen Würdigung, indem er die Extrapolation eines kurzfristigen Trends mit alternativen Trendkonzepten kontrastiert. Er relativiert deren theoretische und empirische Relevanz dahingehend, dass Forderungen nach radikalen Änderungen der vorherrschenden wirtschaftspolitischen Überzeugungen als nicht ausreichend begründet erscheinen. Stattdessen wird auf die Gefahren von langfristigen Verzerrungen hingewiesen, wenn Wirtschaftspolitik eingesetzt wird, um mit staatlicher Nachfrage, erhöhter expansiver Geldpolitik oder fehlerhafter Deregulierung das Wachstum zu erhöhen. Dabei werden auch historische Parallelen zu den Großen Depressionen nach 1873 und 1929 gezogen.
Martin Uebele: Trendvariation oder Säkulare Stagnation? Wachstum und Wirtschaftspolitik in historischer Perspektive
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Warum investieren Unternehmen in Deutschland?
Der Kapitalstock in Deutschland wächst immer langsamer, weil die laufenden Investitionen die durchgehend ansteigenden Abgänge immer weniger übertreffen.
IW
Die Zeit ordnungspolitischer Predigten ist vorbei
Das lange vorherrschende Paradigma diskriminierungsfreier offener Märkte gilt nicht mehr. Wir müssen deshalb komplizierte Fragen beantworten, schreibt IW-Direktor Michael Hüther im Handelsblatt.
IW