1. Home
  2. Studien
  3. Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft
Christentum Wirtschaft und Ethik 7. April 2014 Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft

Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland regen mit einem gemeinsamen Wort zur Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft die Diskussion über eine Erneuerung der Wirtschafts- und Sozialordnung an. Sie sprechen sich für die Soziale Marktwirtschaft aus, sehen aber auch Ansatzpunkte für mehr Gerechtigkeit.

PDF herunterladen
Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft
Christentum Wirtschaft und Ethik 7. April 2014

Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland regen mit einem gemeinsamen Wort zur Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft die Diskussion über eine Erneuerung der Wirtschafts- und Sozialordnung an. Sie sprechen sich für die Soziale Marktwirtschaft aus, sehen aber auch Ansatzpunkte für mehr Gerechtigkeit.

In dem am 28. Februar 2014 erschienenen Papier diskutieren die christlichen Kirchen wirtschaftsethische Konflikte zwischen Gewinn und Gewissen, Freiheit und Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Wachstum – eine gute Idee und keinesfalls eine Pauschalkritik an der marktwirtschaftlichen Ordnung. Wie das Papier betont, ist die vermeintliche Unvereinbarkeit von Ökonomie und Moral ein Trugschluss. Die Kirchen kommen zu dem Schluss, dass die Marktwirtschaft das bestmögliche, bisher bekannte System ist, „um unter den notorischen Knappheitsbedingungen des irdischen Lebens den Bereich der materiellen Bedarfsdeckung zu organisieren.“ Aber auch die Marktwirtschaft „erfüllt diese Aufgabe nur in unvollkommener Weise. Der Markt bedarf einer Rahmenordnung zum Schutz des freien und fairen Wettbewerbs sowie zum Schutz öffentlicher Güter und der Umwelt.“ Außerdem bedarf der Markt „staatlicher Sozialpolitik, um die gerechte Teilhabe aller sicherzustellen“, so die Kirchenvertreter.

Zu Recht beklagen die Kirchen, dass durch die Globalisierung der Märkte Lücken im ordnungspolitischen Rahmen entstanden sind. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass eine effektive Steuerfahndung heute nicht mehr an Landesgrenzen Halt machen kann. Zur Regulierung weltweiter Wirtschaftsbeziehungen braucht es eine globale Wirtschaftsordnung mit staatenübergreifenden Spielregeln. Auch wenn es auf globaler Ebene schwer fällt, einen Kompromiss zu finden, müssen die Länder dennoch gemeinsam daran arbeiten.

Dass sich die Mühen für eine globale Ordnung lohnen, bestätigt der internationale Gerechtigkeitsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (Grafik). Die Untersuchung der Gerechtigkeit in sechs Dimensionen kommt zu dem Schluss: Die Soziale Marktwirtschaft ist gerecht. Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf dem siebten Rang. Auf den vorderen Plätzen liegen die skandinavischen Länder, aber keines der großen Industrieländer schafft den Mix aus wirtschaftlichem Erfolg und Gerechtigkeit besser als Deutschland.

PDF herunterladen
Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft
Christentum Wirtschaft und Ethik 7. April 2014

Kirchen bekennen sich zur Marktwirtschaft

PDF herunterladen

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Auf die Probe gestellt
Vertrauen Wirtschaft und Ethik 24. Juni 2015

Auf die Probe gestellt

Vertrauen ist der „Klebstoff der Gesellschaft“, weil es Interaktionen vereinfacht und in manchen Fällen sogar erst ermöglicht. Unser Alltag wird jedoch immer anonymer: Städte wachsen und Automatisierung und Digitalisierung erfassen immer mehr Lebensbereiche. ...

IW

Artikel lesen
Fachsymposium des Roman Herzog Instituts Wirtschaft und Ethik 12. Dezember 2013

Die Facetten der Führung

Führung spielt in den verschiedensten Bereichen und Disziplinen eine Rolle. Ob Musik, Bundeswehr, Medizin, Bildung, Medien, Politik oder Unternehmen. Überall kann Führung den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wie gute Führung in den verschiedenen Kontexten ...

IW

Inhaltselement mit der ID 8880