In Deutschland haben 83,2 Prozent der Unternehmen im Jahr 2010 Weiterbildung angeboten. Damit wird nach dem krisenbedingten Rückgang des Jahres 2008 das Niveau von 2007 wieder erreicht. Die Unternehmen bieten sogar in einem größeren Umfang Weiterbildung an als drei Jahre zuvor. Gegenüber 2007 ist das Stundenvolumen bei der formellen Weiterbildung in Form von Lehrveranstaltungen um mehr als ein Drittel gestiegen, zudem waren rund 10 Prozent mehr Teilnahmefälle zu verzeichnen. Insgesamt investieren die Unternehmen im Jahr 2010 in Deutschland 28,6 Milliarden Euro in Weiterbildung, das sind nominal 6,4 Prozent mehr als 2007. Das entspricht je Mitarbeiter Investitionen in Höhe von 1.035 Euro jährlich. Die direkten Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen, beispielsweise für Teilnahmegebühren, sind gesunken. Die indirekten Kosten sind etwa gleich geblieben, obwohl der zeitliche Umfang der Weiterbildung deutlich zugenommen hat. Diese höhere Wirtschaftlichkeit war möglich, weil ein größerer Anteil der Weiterbildung in der Freizeit stattfand. Das gestiegene Weiterbildungsengagement von Mitarbeitern und Unternehmen verdeutlicht, dass der Weiterbildung in Zeiten von bestehenden oder drohenden Fachkräfteengpässen eine große Bedeutung zukommt.

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Duales Studium: Konkurrenz zur Berufsausbildung?
IW-Kurzbericht, 18. Juli 2017

Mathias Winde / Christiane Konegen-Grenier Duales Studium: Konkurrenz zur Berufsausbildung?Arrow

Das duale Studium findet große Anerkennung, da es Theorie und Praxis miteinander verbindet. Allerdings haben sich zuletzt Stimmen gemehrt, die über zu wenig beruflich qualifizierte Absolventen hinweisen. Können sich duale Studiengänge langfristig etablieren, oder ziehen sich die Unternehmen zugunsten der betrieblichen Ausbildung zurück? mehr

7. Juni 2017

Kommentar von Ulrike Detmers „Wir sind noch nicht auf der Zielgeraden“Arrow

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist zwar vorangekommen, aber noch lange nicht erreicht. Dieses Fazit zieht Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Im iwd-Kommentar benennt die BWL-Professorin fünf notwendige Prämissen, die Frauen den Weg ins Topmanagement ebnen. mehr auf iwd.de

6. Juni 2017

Christiane Flüter-Hoffmann Topmanagerinnen: Vorbild USAArrow

In Deutschland werden zwar nach und nach mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt, doch ins Topmanagement dringen nur wenige vor. Andere Länder sind da schon deutlich weiter. Vor allem in den Vereinigten Staaten gibt es viele Managerinnen, die als Geschäftsführerin oder im Vorstand Verantwortung übernehmen. mehr auf iwd.de