Der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2013 zeigt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Wirtschaft weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit genießt. Dies gilt fast ausnahmslos vor allem für die knapp 30 Prozent der Betriebe, in denen die Geschäftsleitung eine ausgeprägt familienfreundliche Einstellung aufweist. Unter den anderen Betrieben trifft dies immerhin noch auf drei Viertel zu. Im Vordergrund der personalpolitischen Aktivitäten stehen wie in den Vorgängererhebungen flexible Arbeitszeitmodelle und Teilzeitbeschäftigung, die Rücksichtnahme auf berufstätige Eltern bei der Planung der Arbeitsprozesse sowie die Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durch Freistellungen. Unternehmen mit einer ausgeprägt familienfreundlichen Unternehmenskultur sind dabei mit durchschnittlich 9,6 Maßnahmen signifikant aktiver als die Betriebe mit einer nicht so ausgeprägt familienbewussten Einstellung mit 5,9 Maßnahmen. Ferner schneiden Unternehmen, die sich durch ein stärkeres Engagement auszeichnen, bei verschiedenen Indikatoren für den wirtschaftlichen Erfolg besser ab als relativ inaktive Betriebe. Es ist dabei aber offen, ob ein familienfreundliches Engagement positive betriebswirtschaftliche Effekte verursacht oder umgekehrt eine gute wirtschaftliche Situation familienbewusstes Handeln erleichtert. Zwischen einer familienfreundlichen Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg existiert hingegen kein signifikanter Zusammenhang.

IW-Trends

Sabine Flüch / Oliver Stettes: Familienfreundlichkeit in der deutschen Wirtschaft – Ergebnisse des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit

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Ansprechpartner

18. Oktober 2017

Sarah Pierenkemper Weibliche Flüchtlinge gezielt integrieren Arrow

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de

4. Oktober 2017

Markus Körbel / Sarah Pierenkemper / Michael Zibrowius Personalsuche im AuslandArrow

Deutsche Unternehmen haben auch an ihren Auslandsstandorten oft damit zu kämpfen, dass es an beruflich qualifizierten Mitarbeitern mangelt. Was die Betriebe dagegen tun können, zeigt das IW Köln am Beispiel von sechs Schwellenländern. mehr auf iwd.de

Gutachten, 4. Oktober 2017

Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Kosten und Nutzen lokaler FamilienzeitpolitikArrow

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können. mehr