Zum anderen belasten Protektionismus und geopolitische Verunsicherungen die globale Inves­titionstätigkeit und dies trifft die stark im internationalen Investitionsgütergeschäft aktive deutsche Industrie besonders. Gemäß der IW-Konjunkturumfrage vom Herbst 2019 gehen die Unternehmen mit sehr zurückhaltenden Export-, Investitions-, Beschäftigungs- und Produktionsperspektiven in das kommende Jahr. Verwendungsseitig bleibt allerdings die Konsumkonjunktur – vor allem der öffentliche Konsum – nach oben gerichtet. Auch die Bauinvestitionen bleiben auf Wachstumskurs. Lediglich von der Außenwirtschaft und von den Ausrüstungsinvestitionen kommen keine Konjunkturimpulse. Sofern sich die Weltwirtschaft nicht weiter verschlechtert – sie wird im kommenden Jahr ähnlich wie in 2019 mit etwa 2 ¾ Prozent zulegen – und die strukturellen Anpassungslasten in Teilen der Industrie nicht Überhand nehmen, ist im späteren Verlauf des kommenden Jahres mit etwas Auftrieb zu rechnen. Nach einem Zuwachs beim realen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 in Höhe von rund 0,5 Prozent wird für das kommende Jahr ein Plus von 0,9 Prozent erwartet. Dieser Zuwachs ergibt sich auch aus einem deutlich positiven Arbeitstageeffekt. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Jahr 2019 noch leicht, in 2020 kommt der seit 2013 anhaltende Abbau jedoch zu einem vorläufigen Ende.