Vor dem Jahr 2008 kam es auf den Finanzmärkten des Euroraums zu einem Integrationsboom, der auch durch die gemeinsame Währung bedingt war. Die zunehmende finanzielle Verflechtung wurde teils durch die globale Finanzkrise, teils durch die Staatsschuldenkrise in Europa gestoppt und partiell wieder rückgängig gemacht. Dies wird aus der Betrachtung der Zahlungsbilanzen der Eurostaaten ersichtlich. Ferner kam es im Zuge eines Rückzugs ausländischer Investoren aus Staatsanleihen vieler Eurostaaten auch zu einer teilweisen Desintegration des Finanzmarktes. Diese wurde in erster Linie getrieben von der Staatsschuldenkrise in Ländern des Euroraums und konzentriert sich auf Griechenland, Italien, Irland und Spanien. Darüber hinaus fand vor allem bei den Bankenverflechtungen innerhalb des Euroraums seit dem Jahr 2008 eine flächendeckende Desintegration statt, bei der Forderungen gegenüber dem Ausland massiv abgebaut wurden. Der Grad der finanziellen Integration ist jedoch nach wie vor höher als 1999.

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Veranstaltung, 11. Mai 2017

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Nach einer langen Phase sinkender Inflationsraten und Deflationsgefahren scheint die Inflation auf dem Wege der Normalisierung – oder ist dies nur ein Zwischenspiel und hohe Inflation wird zur neuen Bedrohung für die Eurozone? Diskutieren Sie mit uns – beim 19. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

24. März 2017

Interview „Der Braindrain ist das größte Problem“Arrow

Am Sonntag wählt Bulgarien, das ärmste EU-Mitgliedsland, ein neues Parlament. Galina Kolev, IW-Expertin im Kompetenzfeld Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur, wurde in der bulgarischen Hauptstadt Sofia geboren. Mit dem iwd sprach Sie über die Probleme und Chancen ihres Heimatlands. mehr auf iwd.de

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Die Europäische Union blickt auf 60 Jahre wirtschaftliche Zusammenarbeit zurück. Ansätze einer politischen Integration sind sogar noch älter, scheiterten aber am französischen Parlament. Mittlerweile wäre es allerdings an der Zeit, in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik enger zu kooperieren. mehr auf iwd.de